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Knauber wird am 23. Oktober Bauhaus: Filiale in Endenich will weiterhin Bastelbedarf anbieten

Knauber wird am 23. Oktober Bauhaus : Filiale in Endenich will weiterhin Bastelbedarf anbieten

Nach mehrmonatigem Umbau sollen vier Bauhaus-Baumärkte in den ehemaligen Knauber-Filialen unter neuer Führung öffnen. Die Filiale in Endenich bietet weiterhin Bastelbedarf an.

Der Knauber-Schriftzug über dem Eingang zum früheren Freizeitmarkt in der Endenicher Straße prangt noch unübersehbar an der Fassade, doch am Fuß der Treppe ist schon eine rot-weiße Bauhaus-Fahne aufgestellt: Seit vier Wochen ist der Inhaberwechsel vollzogen. Am Montag gaben die beiden NRW-Geschäftsführer von Bauhaus, Heinz-Dieter Konrad und Linda Korinth, bekannt, dass die vier neuen Baumärkte am 23. Okober in den ehemaligen Knauber-Filialen eröffnet werden sollen.

In Endenich sind die Verkaufshallen leergeräumt, Regale, Zwischenwände und Emporen abmontiert. Auf der Außenverkaufsfläche reißt ein Bagger das Pflaster auf. Einen Komplettumbau inklusive einer Erhöhung der Hallen wird es aber nicht geben, wie Konrad erläuterte, auch wenn die Knauber-Märkte für Bauhaus-Verhältnisse eher klein sind. „Unsere Einrichter haben rechteckige Kästen am liebsten“, sagte Konrad mit einem Schmunzeln, „aber uns macht es Spaß, auch solche baulichen Herausforderungen anzunehmen“. Man habe sogar schon Filialen in denkmalgeschützten Gebäuden eingerichtet.

Mitrarbeiter wurden in andere Märkte verteilt

Im März hatte die Carl Knauber Holding den Verkauf ihrer Freizeitmärkte an Bauhaus bekanntgegeben, das Unternehmen konzentriert sich künftig auf den stetig ausgebauten Energiehandel. Die vier Filialen in Bonn-Endenich, Bad Neuenahr-Ahrweiler, Bergisch-Gladbach und Pulheim werden als Bauhaus-Märkte fortgeführt, die beiden in Bad Godesberg und Troisdorf wurden geschlossen. Sie hätten eine geringere Größe gehabt und außerdem seien die Mietverträge ausgelaufen.

Die dortigen Mitarbeiter seien aber mit den anderen der insgesamt 450 Beschäftigten in den Knauber-Märkten übernommen worden. Lediglich ein gutes Dutzend Mitarbeiter habe das Angebot eines Anstellungsvertrages nicht angenommen, weil sie kurz vor dem Ruhestand waren oder geringbeschäftigt. Die übernommenen Knauber-Mitarbeiter werden derzeit umgeschult.

Wie der GA bereits berichtete, soll es in Endenich auch weiter ein Sortiment für Basteln und Dekoration geben, wenn auch etwas kleiner als bisher. Das sei der Wunsch vieler Knauber-Kunden gewesen, die ihnen geschrieben hätten, berichteten die Geschäftsführer. Deshalb werde es im Endenicher Geschäft keine Fliesenabteilung geben, die aber in den Bauhaus-Märkten in Bornheim und Beuel zu finden sei. In Pulheim und Bergisch-Gladbach-Bensberg fänden Kunden ebenfalls das komplette Sortiment.

Bauhaus will sich im Rheinland verankern

Die Baumarkt-Kette Bauhaus, die bisher mit 156 Filialen in Deutschland und 275 europaweit vertreten ist, wollte eigentlich in diesem Jahr ihr 60-jähriges Bestehen feiern, doch wegen der Corona-Pandemie sind alle Geburtstagsfeierlichkeiten ins nächste Jahr verschoben worden. Gründer Heinz-Georg Baus, der 2016 starb, hatte sich das Selbstbedienungskonzept für den Heimwerker in den USA abgeguckt und 1960 in Mannheim sein erstes Geschäft eröffnet – der erste Baumarkt in Europa überhaupt. Das Sortiment umfasst rund 160 000 Produkte für Werkstatt, Haus und Garten.

Obwohl heute mit der Konzernzentrale in der Schweiz ansässig, will Bauhaus im Rheinland die Regionalität betonen: Mit Knauber wird man im Energiehandel kooperieren, Kunden könnten ihre Gasflaschen weiterhin über die Bauhaus-Märkte beziehen, was dann auch auf andere Filialen in der Region ausgedehnt werde. Das habe zudem den Vorteil, dass die Lieferanten nicht so weit fahren müssten, erklärte Konrad. „Wir streben eine vertrauensvolle Zusammenarbeit mit Knauber an“, betonte er. So sollen die Bau­hausfilialen in der Region auch mit grünem Strom aus Wasserkraft von Knauber versorgt werden.