Gründer mit Mikroskop

Das Bonner Caesar-Projekt Kontem gewinnt den Wettbewerb des Vereins Neues Unternehmertum Rheinland. Den Forschern winken 10 000 Euro Preisgeld.

Die Gewinner des Wettbewerbs: Joerg Wamser, Patrick Kurth, Stephan Irsen und Steffen Pattai (von links).

Die Gewinner des Wettbewerbs: Joerg Wamser, Patrick Kurth, Stephan Irsen und Steffen Pattai (von links).

Foto: NUK

Bonn. Ein Lichtmikroskop kennen die meisten noch aus dem Biologieunterricht. Komplizierter sind Elektronenmikroskope, die auch winzige Objekte sichtbar machen. Sogenannte Phasenkontrastsysteme sorgen in diesen Mikroskopen dafür, dass die Bilder noch schärfer werden.

Mit der Entwicklung solcher Systeme befasst sich Kontem, ein Projekt des Bonner Forschungszentrums Caesar.

Mit ihrem Phasenkontrastsystem hat das Kontem-Team Stephan Irsen, Patrick Kurth, Steffen Pattai und Joerg Wamser jetzt den 14. Wettbewerb des Vereins NUK Neues Unternehmertum Rheinland gewonnen. Hinter NUK stehen knapp 30 größere Firmen und Institutionen aus der Region, Hauptsponsor ist die Sparkasse KölnBonn.

Joerg Wamser, Leiter des Projekts, freut sich über den Gewinn: "10 000 Euro Preisgeld können wir für die Ausgründung im September gut gebrauchen". Im Unterschied zu bisherigen Phasenkontrastsystemen können die Systeme von Kontem nachträglich in die Mikroskope eingebaut werden.

Kontem stammt ursprünglich aus dem Max-Planck-Institut für Biophysik in Frankfurt. "Als der zuständige Forscher aufgehört hat, brauchte das Projekt eine neue Heimat. Bei Caesar hat Kontem sie gefunden", erklärt Wamser. Auch der Name hat wissenschaftliche Hintergründe. Die Silbe Kon- steht für Kontrast. Die Endung -tem ist eine Abkürzung für Transmissionselektronenmikroskop. Kontem wäre die sechste Caesar-Ausgründung. Betreuer Jürgen Reifarth ist stolz darauf: "Caesar beschäftigt sich mit Grundlagenforschung. Ich freue mich, dass dennoch Firmen entstehen".