Hauptversammlung der Deutschen Telekom in Bonn Aktionäre verteilten an das Management mehr Lob als Kritik

Bonn · Die Hauptversammlung der Deutschen Telekom ist bekannt dafür, dass es jedes Jahr anschauliche Demonstrationen zu technischen Entwicklungen gibt. Dieses Jahr ging es um künstliche Intelligenz. Die Aktionäre verteilten an das Management mehr Lob als Kritik.

 Telekom-Chef Timotheus Höttges demonstrierte Anwendungen für künstliche Intelligenz.

Telekom-Chef Timotheus Höttges demonstrierte Anwendungen für künstliche Intelligenz.

Foto: dpa/Rolf Vennenbernd

An einem Punkt waren sich die Aktionäre auf der Hauptversammlung der Deutschen Telekom einig: Sie lobten, dass der Bonner Konzern zu einem Treffen in Präsenz in das World Conference Center Bonn eingeladen hatte. „Dies ist ein Stück gelebte Aktienkultur in unserem Land. Leider ist dies in der heutigen Zeit keine Selbstverständlichkeit mehr“, sagte Frederik Beckendorff von der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW). Bei vielen Konzernen finden die Hauptversammlungen seit der Corona-Zeit nur noch virtuell statt. Beckendorff sagte, dass die Art und Weise der Durchführung der Hauptversammlung inzwischen ein wichtiges Indiz dafür sei, wie groß die Wertschätzung sei, die eine Aktiengesellschaft ihren Aktionären entgegenbringt. In dieser Hinsicht habe sich die Deutsche Telekom unter den Dax-Gesellschaften zu einem Musterschüler entwickelt.