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ICE-Sprinter von Bonn nach Berlin: So fährt die neue Schnellverbindung

Neue Verbindung ab Dezember : So fährt der neue Sprinter von Bonn nach Berlin

Ab Dezember soll es drei Bahn-Schnellverbindungen täglich von Bonn nach Berlin geben. Nur ein weiterer Halt auf der Strecke ist vorgesehen. So fährt der neue ICE-Sprinter in die Hauptstadt.

Die Deutsche Bahn stärkt den Fernverkehr zwischen Bonn und Berlin, und schafft eine Alternative zum Flugverkehr zwischen den beiden Regierungssitzen. Wie der Landtagsabgeordnete aus Alfter, Oliver Krauß (CDU), mitteilt, hat die Bahn jetzt im Verkehrsausschuss des nordrhein-westfälischen Landtags ihre Pläne für die bereits angekündigte Sprinterverbindung zwischen Bonn und Berlin vorgestellt. Geplant ist die Einführung zum Fahrplanwechsel im Dezember.

Demnach sollen ab Dezember dreimal am Tag (morgens, mittags und abends) ICE-Hochgeschwindigkeitszüge mit bis zu 450 Sitzplätzen vom Rheinland nach Berlin fahren. Nach der Abfahrt in Bonn soll der Zug nur noch in Köln halten und dann ohne weiteren Stopp nach Berlin fahren.

Teil eines großen Plans

„Zwischen Bonn und Berlin wird die einfache Fahrt vier Stunden und 25 Minuten dauern“, so Krauß. Zwischen Köln und Berlin liege die Fahrtzeit knapp unter vier Stunden, was gegenüber dem derzeitigen regulären ICE-Verkehr eine Zeitersparnis von insgesamt 25 Minuten bedeute.

Die neue Schnellverbindung ist Teil eines gemeinsamen Aktionsplans des Bundesverbands der Deutschen Luftverkehrswirtschaft und der Deutschen Bahn. Ziele sind eine stärkere Vernetzung von Bahn und Flugzeug sowie eine Absenkung von Treibhausgas-Emissionen im Verkehrssektor.

Zu dem Plan gehören mehr Zubringerzüge zu internationalen Flügen, ein leichteres Umsteigen zwischen Flug und Zug sowie schnellere Zugverbindungen zwischen Metropolen, wozu auch die Strecke Bonn/Köln-Berlin gehört.

Strecke Bonn-Köln schon jetzt überlastet

„Eine schnelle Zugverbindung zwischen den beiden Städten mit Regierungsaufgaben ist eine wichtige Voraussetzung für eine funktionierende Aufgabenverteilung“, sagt Krauß, der sich nach eigenen Angaben bereits im Januar 2018 in einem gemeinsamen Schreiben mit weiteren CDU-Landes- und Bundestagsabgeordneten aus der Region Köln/Bonn/Rhein-Sieg in Sachen einer solchen Schnellverbindung an die Deutsche Bahn gewendet hatte.

„Die Sprinterverbindung wird on-top vorgesehen, das heißt, sie ergänzt das bisherige Angebot, ohne dass dafür andere Leistungen reduziert werden“, so Krauß weiter. „Wichtig ist für uns zudem, dass die neuen Züge nicht dazu führen, dass der Personennahverkehr beeinträchtigt wird.“

In der Tat dürfte es für die Bahn eine Herausforderung werden, die Sprinter zwischen Bonn und Köln auf die Schiene zu bringen. Schon jetzt gilt die Strecke durch eine Vielzahl an Nah-, Fern- und Güterzügen als überlastet.

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