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Wirtschaft in der Region: Insolvenzverfahren für Eitorfer Unternehmen eröffnet

Wirtschaft in der Region : Insolvenzverfahren für Eitorfer Unternehmen eröffnet

Schon im Mai hatte das Eitorfer Unternehmen KL Megla, das Metall-Glassysteme produiert und vertreibt, einen Antrag auf Eigenverwaltungsverfahren gestellt. Das Unternehmen blickt auf eine über 100-jährige Firmengeschichte zurück.

Das Amtsgericht Bonn hat das Insolvenzverfahren über das Vermögen der KL Megla GmbH eröffnet. Das Eitorfer Unternehmen hatte Ende Mai dieses Jahres beim Amtsgericht Bonn einen Antrag auf ein Eigenverwaltungsverfahren gestellt. Wie die Düsseldorfer Wirtschaftsberatung Buchalik Brömmekamp, die gemeinsam mit der Geschäftsführung ein Sanierungskonzept erarbeitet hat, mitteilte, komme die Neuausrichtung des Unternehmens voran. Weitere Schritte sei die Entschuldung der KL Megla. Der laufende Geschäftsbetrieb werde derweil unverändert fortgeführt.

KL Megla produziert und vertreibt in Eitorf Metall-Glassysteme. Neben Metallsystemen für Türen, wie beispielsweise Glasduschtüren, fertigt das Unternehmen auch strom- und signalführende Beschläge. Das Unternehmen blickt auf eine über 100-jährige Firmengeschichte zurück und ist seit Beginn ein familiengeführter Betrieb. Die 59 Mitarbeiter erwirtschaften einen jährlichen Umsatz von rund 8,5 Millionen Euro. „Mit der Eigenverwaltung verfolgen wir das Ziel, das Unternehmen nachhaltig zu sanieren und wieder wettbewerbsfähig aufzustellen“, erklärt Peter Reinecke, der mit seinem Sohn Rafael David Reinecke das Unternehmen leitet. Einige Kunden hätten Extraaufträge erteilt, um die Firma zu unterstützen. Es seien eine Anpassung der Produktion, der Produktpalette und der Kostenstruktur geplant. Ferner sollen der kaufmännische Bereich neustrukturiert und der Lagerbestand reduziert werden.