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Wettbewerb „NRW – Wirtschaft im Wandel“: Jury wählt vorbildhafte Unternehmen aus 190 Bewerbern aus

Wettbewerb „NRW – Wirtschaft im Wandel“ : Jury wählt vorbildhafte Unternehmen aus 190 Bewerbern aus

Im Rahmen des Wettbewerbs „NRW – Wirtschaft im Wandel“ wählte eine Jury vorbildhafte Unternehmen aus 190 Bewerbungen aus. Erstmals ist bei dem Wettbewerb der Initiative „Deutschland – Land der Ideen“ und der Rheinischen Post auch der General-Anzeiger Bonn dabei.

Immer wieder füllten sich die Bildschirme mit roten oder grünen Karten – mal war die Farbverteilung eindeutig, mal waren die Entscheidungen ganz knapp. Die Auswirkungen der Corona-Krise sorgten auch bei der Jury-Sitzung des Wettbewerbs „NRW - Wirtschaft im Wandel“ für eine Premiere. Die hochkarätig besetzte Jury unter der Schirmherrschaft von Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart traf sich erstmals nicht persönlich, sondern kam in virtueller Form per Videokonferenz zusammen.

Und so begrüßte Johannes Werle, Vorsitzender der Geschäftsführung der Rheinische Post Mediengruppe, die Mitglieder anders als in den Vorjahren nicht in den Räumlichkeiten in Düsseldorf. Stattdessen schalteten sie sich aus dem heimischen Arbeits- oder Wohnzimmer oder sogar Wintergarten zur Diskussion hinzu. Diese war dafür, trotz der räumlichen Distanz, gewohnt lebhaft, denn die Kür der elf Gewinner fiel schwer – was auch daran lag, dass mit 190 Bewerbungen im Vorfeld ein neuer Teilnehmerrekord aufgestellt wurde.

Zum vierten Mal haben die Initiative „Deutschland – Land der Ideen“ und die Rheinische Post den Wettbewerb ausgetragen – doch diesmal gab es zahlreiche Neuerungen. So war der Bonner General-Anzeiger erstmals als Mitveranstalter dabei. Und neben dem langjährigen regionalen Förderer Deutsche Bank sowie den Partnern PricewaterhouseCoopers und Kienbaum unterstützte diesmal auch die Zurich Gruppe Deutschland den Wettbewerb.

Foto: Grafik GA

Und auch inhaltlich gab es zahlreiche Neuerungen. So konnten sich dieses Mal neben etablierten Unternehmen auch Start-ups bewerben. So soll die wirtschaftliche Vielfältigkeit von Nordrhein-Westfalen in ihrer gesamten Breite noch besser abgebildet werden. Gleichzeitig wird in diesem Jahr auch zum ersten Mal der Sonderpreis „NRWandler“ an eine Persönlichkeit verliehen – den Unternehmer und NRW-Arbeitgeber-Präsident Arndt Kirchhoff.

Während sich die Jury bei der Auszeichnung des 65-Jährigen einig war, wurde bei vielen Unternehmen leidenschaftlich diskutiert: Ist das Geschäftsmodell eines Start-ups wirklich innovativ und löst ein Problem? Wo hebt sich der Mittelständler von der Konkurrenz ab? Inwiefern beschleunigt das Coronavirus einen Transformationsprozess?

Nicht immer waren sich die Jury-Mitglieder einig, oft hatte jeder seinen ganz persönlichen Favoriten – doch am Ende entschied die Mehrheit. Wer für ein Unternehmen war, hob eine grüne Karte in Richtung Kamera, wer einen anderen Favoriten hatte, zeigte symbolisch die rote Karte. In Einzelfällen kam es sogar zu einer kompletten Enthaltung. So hatte sich mit dem Start-up Schüttflix ausgerechnet ein Unternehmen beworben, bei dem sich Jury-Mitglied Marie-Helene Ametsreiter mit dem Risikokapitalgeber Speedinvest beteiligt hatte. Um einen Interessenkonflikt zu vermeiden, überließ Ametsreiter den anderen Jury-Mitgliedern die Entscheidung – doch auch die waren von dem Start-up überzeugt, das die Bestellung von Schüttgut wie Sand, Kies und Schotter auf der Baustelle digitalisieren will.

Schirmherr Andreas Pinkwart war generell voll des Lobes: „Die ausgezeichneten Unternehmen zeugen von beachtlicher Änderungsbereitschaft und sind herausragende Beispiele für die Resilienz, mit der die Preisträger auch Krisen erfolgreich meistern. Sie stimmen mich zuversichtlich, dass es in Zukunft weiterhin tolle Unternehmen und mutige Unternehmer in NRW geben wird.“

Die Gewinner werden im Herbst vom Schirmherrn des Wettbewerbs, NRW-Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart, ausgezeichnet und in den kommenden Wochen in Porträts in der Rheinischen Post und im Bonner General-Anzeiger vorgestellt.