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Kommentar zum Digital Hub: Kein Selbstzweck

Kommentar zum Digital Hub : Kein Selbstzweck

Seit mehr als einem Jahr sind sieben Digital Hubs in NRW wesentlicher Teil der Digitalstrategie. Erfolge sind aber noch schwer messbar. Ein Kommentar.

Trotz aller Begeisterung, die die Akteure im Bonner Digital Hub zweifelsfrei ausstrahlen – es bleibt doch für Außenstehende manchmal schwer durchschaubar, wie erfolgreich oder auch nicht erfolgreich das Projekt tatsächlich dasteht. Insofern ist es gut, wenn die Verantwortlichen selbst zu ihrem ersten Ziel erklären, möglichst bald unabhängig von öffentlichen Fördermitteln arbeiten zu können. Und im Bonner Hub scheint dieses Ziel fast schon erreicht. Die Beteiligung von zwei Hochschulen als Teilhaber an dem Hub unterstreicht die Annahme, dass mit den Steuergeldern seriös gewirtschaftet wird.

Für ein fundiertes Urteil über Sinn und Unsinn einer solchen Start-up-Maschine braucht es sicher mehr Geduld als etwas mehr als ein Jahr. In absehbarer Zeit aber sollte auch nach außen deutlich werden, welche Wertschöpfung aus dem Digital Hub entstanden ist. Dazu gehört zum Beispiel die Frage, wie viele Arbeitsplätze die gerne als alternativlos dargestellte Digitalwirtschaft in der Region in Zukunft schafft.

Die Industrie- und Handelskammer wird mit ihrem Engagement das Interesse verbinden, den Wirtschaftsstandort Bonn/Rhein-Sieg zu stärken. Digitalisierung als reiner Selbstzweck oder hippe Technikspielwiese reicht nicht.