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Knauber in Bonn: Kartellamt genehmigt Übernahme durch Bauhaus

Bonner Unternehmen : Kartellamt genehmigt Knauber-Übernahme durch Bauhaus

Das Bundeskartellamt hat die zum 1. Juli geplante Übernahme von vier Knauber-Freizeitmärkten durch die Bauhaus-Kette genehmigt. Das teilte die Bonner Behörde am Donnerstag mit.

„Das Zusammenschlussvorhaben führt zu keiner kritischen Marktstellung, da es im Raum Köln/Bonn eine hohe Dichte an Baumärkten gibt“, sagte Kartellamtspräsident Andreas Mundt laut Mitteilung. So sei auch nach dem Zusammenschluss „für hinreichend Wettbewerb gesorgt“.

Bauhaus sei auf den betroffenen vier regionalen Absatzmärkten rund um die bisherigen Knauber-Standorte schon mit eigenen Märkten vertreten. In Bonn, Bergisch Gladbach, Bensheim und Pulheim können Bauhaus seine Marktstellung ausbauen. In Bad Neuenahr-Ahrweiler erwartet das Kartellamt von der Übernahme „nur geringe Auswirkungen“. Denn in dieser Region sei Bauhaus bisher noch nicht vertreten.

Wie berichtet, will Bauhaus die Mitarbeiter aller sechs Knauber-Märkte in der Region übernehmen. Die Filialen in Troisdorf und Bad Godesberg sollen geschlossen werden. In den vier weitergeführten Märkten übernimmt Bauhaus laut Kartellamt die Mietverträge oder handelt sie mit den Vermietern neu aus.

Knauber behält Energiehandel in Firmenzentrale

Knauber führt, wie berichtet, seinen Energiehandel in der kürzlich ausgebauten Firmenzentrale in Endenich weiter und behält auch das Filialgebäude, das an Bauhaus vermietet wird, wie ein Sprecher mitteilte. In der Energiegesellschaft oder bei Bauhaus kommt auch zumindest die Hälfte der 40 Mitarbeiter der Knauber-Holding-Verwaltung unter, deren Arbeitsplätze durch die Übernahme wegfallen. Das teilte Knauber am Donnerstag auf Anfrage mit. Die weitere Vermittlung sei „ein laufender Prozess“.

Die vier Knauber-Märkte werden von Bauhaus nach der Übergabe geschlossen und nach dem eigenen Unternehmenskonzept umgebaut. Eine Wiedereröffnung sei für den Herbst geplant, sagte ein Sprecher der Baumarktkette.

Knauber hatte Ende März überraschend angekündigt, sich von seinen insgesamt sechs Freizeitmärkten zu trennen. Die Eigentümer des Bonner Traditionsunternehmens hatten unter anderem auf die wachsende Konkurrenz des Onlinehandels verwiesen.