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Kredite des Erzbistums: Kölner müssen Bauförderung einstellen

Kredite des Erzbistums : Kölner müssen Bauförderung einstellen

Das Kölner Erzbistum darf keine Kredite mehr an Katholiken vergeben, die eine Wohnung kaufen oder ein Haus bauen wollen. Ein Sprecher des Erzbistums bestätigte heute entsprechende Recherchen des Westdeutschen Rundfunks. Bisher konnten Katholiken mit niedrigem Einkommen über das "Meister-Gerhard-Werk" des Erzbistums ein zinsloses Darlehen erhalten.

Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) hatte die Kreditvergabe durch das kirchliche Hilfswerk bemängelt, weil eine solche Geschäftstätigkeit nur Banken erlaubt sei. Der Sprecher des Kölner Erzbistums, Christoph Heckeley, sagte dem WDR: "Wir haben die Kreditvergabe im vergangenen Jahr eingestellt, in Absprache mit der Bafin.

Jetzt arbeiten wir daran, ein neues Meister-Gerhard-Werk auf die Beine zu stellen, um die gute Sache fortzusetzen." Der Sprecher des Erzbistums sagte auf Anfrage des WDR, dass derzeit ein Fonds von rund fünfzehn Millionen Euro ungenutzt bleibe.

Gegründet hatte das "Meister-Gerhard-Werk" der Kölner Erzbischof Kardinal Frings. In den vergangenen Jahrzehnten hatten mehr als 40 000 Katholiken einen Kredit erhalten.