IHK Bonn/Rhein-Sieg Konkurrenz im Einzelhandel wächst

BONN · Der Wettbewerb im Einzelhandel der Region nimmt nach Einschätzung der Industrie- und Handelskammer (IHK) Bonn/Rhein-Sieg zu. Die Verkaufsfläche in Bonn und dem Rhein-Sieg-Kreis wachse nach jetziger Planung von derzeit rund 1,33 Millionen Quadratmeter auf mehr als 1,4 Millionen Quadratmeter.

 In der Bonner Innenstadt liegen rund ein Drittel der Verkaufsfläche des Stadtgebietes.

In der Bonner Innenstadt liegen rund ein Drittel der Verkaufsfläche des Stadtgebietes.

Foto: Volker Lannert

Vor allem im Rhein-Sieg-Kreis entstünden seit Jahren neue Einzelhandelsflächen, heißt es in einer Mitteilung der IHK weiter. Dadurch werde sich der "Wettbewerb zwischen Betriebsformen und Standorten verschärfen".

Die Kunden richten sich bei ihren Einkäufen nach Einschätzung der Kammer neben dem Angebot vor allem nach den Parkmöglichkeiten. Gemeindegrenzen spielten dagegen bei der Entscheidung für einen bestimmten Einzelhändler keine Rolle. Konkurrenz machen sich die Kommunen nach Angaben von IHK-Handelsexperte Fabian Göttlich mit Standorten, an denen Vollsortimenter, Discounter und weitere Fachmärkte Kunden locken.

Vollsortimenter sind größere Supermärkte, etwa Filialen von Rewe oder Edeka, zu den Discountern gehören Billiganbieter wie Lidl oder Aldi. Dazu kommen Fachmärkte wie Filialen von Blumen- oder Drogeriemarkt-Ketten. Diese Kombination ersetzt nach Einschätzung der IHK vor allem im Rhein-Sieg-Kreis die früher übliche Ansiedlung von etwa Baumärkten und Möbelhäusern.

Zu den größten Projekten im Kreis gehört die 7000 Quadratmeter große Einkaufspassage am Troisdorfer Wilhelm-Hamacher-Platz, die in etwa einem Jahr eröffnet werden soll.

In der Bonner Innenstadt soll die Verkaufsfläche durch den Sparkassen-Neubau am Friedensplatz im kommenden Jahr um 6400 Quadratmeter steigen. Hier wollen sich laut IHK der Lebensmittelhändler Rewe und die Elektronikkette Mediamarkt ansiedeln.

Mit Spitzenmieten von bis zu 120 Euro pro Quadratmeter liege die Bonner Innenstadt im Mittelfeld vergleichbarer Städte. "Die Fußgängerzone ist aufgrund ihrer Kompaktheit und des guten Angebotsmixes nach wie vor ein starker Handelsplatz", urteilte die Kammer. Leerstand sei selten.

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