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Kommentar zur Drohnen-Nutzung: Nutzung von Drohnen bedarf stärkerer Kontrolle

Kommentar zur Drohnen-Nutzung : Nutzung von Drohnen bedarf stärkerer Kontrolle

Drohnen sorgen oft für Probleme im Flugverkehr, besonders wenn sie Strommasten oder Flughäfen zu nahe kommen. Die Deutsche Flugsicherung will das ändern. GA-Korrespondent Mischa Ehrhardt kommentiert die Pläne.

Drohnen fliegen bislang vor allem in Gärten von Privathäusern. Und wenn sie diesen überschaubaren privaten Luftraum verlassen, sind sie mitunter ein Ärgernis. So mussten zeitweise Flughäfen ihren Betrieb einstellen, weil Drohnenkundschafter es offensichtlich an einem Mindestmaß an Vernunft haben fehlen lassen. Schon deswegen ist es zu begrüßen, wenn ein System kommt, in dem die Drohnen registriert und beobachtbar sind – und zwar alle Drohnen.

Das neue Unternehmen Dronig, eine Gemeinschaftsfirma der Telekom und der Deutschen Flugsicherung, arbeitet an einer Radarüberwachung, die auch nicht registrierte Drohnen erfassen kann. So wird man in Zukunft nachvollziehen können, wer wo eine Drohne steuert – und möglicherweise die Sicherheit oder Privatsphäre anderer gefährdet oder sogar bewusst verletzt.

Vor allem aber, wenn Drohnen künftig kommerziell genutzt werden sollen, muss eine Institution wie die Deutsche Flugsicherung mit im Boot sein. Denn dann geht es um eine neue Art der Nutzung des Luftraumes – und die bedarf einer strengen Kontrolle. Allerdings sollte die Flugsicherung auch offen sein für mögliche andere Lösungen oder andere Anbieter. Denn ihr Monopol in Sachen Luftraumüberwachung und Flugverkehrskontrolle sollte nicht dazu führen, andere Anbieter von vorn herein auszuschließen; zumal Droniq gewinnorientiert arbeitet. Wettbewerb ist die Basis für faire Preise.