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Rekordzahlen: Paketflut sorgt für Rekordumsatz bei der Deutschen Post

Rekordzahlen : Paketflut sorgt für Rekordumsatz bei der Deutschen Post

Der Umsatz des Bonner Konzerns legt um fünf Prozent zu. Im vierten Quartal transportierte der Konzern 23 Prozent mehr Pakete als im Vorjahreszeitraum. Auch für das beginnende Jahr ist der Logistikkonzern optimistisch.

Mitten in der Corona-Krise glänzt die Deutsche Post DHL Group mit Rekordzahlen für das Geschäftsjahr 2020: Der Bonner Konzern profitiert vom Anstieg des weltweiten Onlinehandels. Der Konzernumsatz wuchs nach vorläufigen Berechnungen um fünf Prozent auf 66,8 Milliarden Euro. Der betriebliche Konzerngewinn vor Steuern und Zinszahlungen (Ebit) stieg von 4,1 auf 4,84 Milliarden Euro. Damit übertraf das Unternehmen seine eigene Ergebnisprognose von 4,1 bis 4,4 Milliarden Euro für 2020 deutlich.

„Unsere Strategie und unser Geschäftsmodell haben sich als resilient erwiesen – auch in weltwirtschaftlich turbulenten Zeiten“, sagte Vorstandschef Frank Appel. Er bezeichnete die Leistung der weltweit 550 000 Beschäftigten als „unglaublich“. Dadurch habe der Konzern während der Covid-19-Krise einen positiven Beitrag für Menschen und Gesellschaft geleistet.

Beleg für das profitable Wachstum im abgelaufenen Geschäftsjahr sei die außerordentlich positive Entwicklung im Express- sowie im nationalen und internationalen Paketgeschäft. Der Umsatz von Post & Paket Deutschland stieg um sieben Prozent auf 16,5 Milliarden Euro. Das Ebit legte um 29 Prozent auf 1,59 Milliarden Euro zu. Das Wachstum im Paketgeschäft habe sich im Verlauf des vierten Quartals beschleunigt. Insgesamt seien die Sendungsmengen um 23 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal gestiegen. Der Rückgang der Briefsendungen liege bei sieben Prozent und habe sich auf dieser Höhe stabilisiert. 

Konzern erhöht seine mittelfristigen Prognosen für den Gewinn

Der Geschäftsbereich Express legte beim Umsatz um zwölf Prozent auf 19,1 Milliarden Euro zu. Das Ebit stieg um 35 Prozent auf 2,75 Milliarden Euro. Der Free Cashflow betrug rund 2,5 Milliarden Euro und lag damit deutlich über dem Vorjahresergebnis um rund 1,6 Milliarden Euro. Der freie Cash-Flow verdeutlicht, wie viel Geld für die Aktionäre eines Unternehmens tatsächlich übrig bleibt. Mit Brutto-Investitionen von rund drei Milliarden Euro habe der Konzern 2020 rund 100 Millionen Euro mehr als prognostiziert investiert. 

„In finanzieller Hinsicht war das zurückliegende Geschäftsjahr ein voller Erfolg“, sagte Post-Finanzvorständin Melanie Kreis. Es hätten alle geplanten Investitionen umgesetzt werden können, und gleichzeitig sei die Profitabilität gesteigert worden.

Vor dem Hintergrund der positiven Geschäftsentwicklung hat der Konzern seine mittelfristigen Prognosen für den Gewinn erhöht, die erwarteten Steigerungen aber noch nicht näher beziffert. Einen detaillierten Ausblick will das Unternehmen am 9. März geben.