Im ausverkauften Palladium Paula Hartmann feiert die gefühlte Traurigkeit ihrer Generation

Köln · Paula Hartmann entzündet bei ihrem Konzert im Palladium große Emotionen. Die Sängerin beschwört in Köln ein Gefühl der Gemeinsamkeit. Warum das gut ankommt.

Paula Hartmann war im Palladium in Köln zu sehen.

Paula Hartmann war im Palladium in Köln zu sehen.

Foto: Thomas Brill

Der Zeitpunkt hätte nicht besser sein können. Am Tag der Veröffentlichung der Trendstudie „Jugend in Deutschland 2024“, die die aktuellen Befindlichkeiten und Erwartungen der 14- bis 29-Jährigen ausgelotet hat, lieferte Paula Hartmann als düstere Stimme der Generation Z im nahezu ausverkauften Kölner Palladium die passende Musik dazu. Die Berliner Schauspielerin und Sängerin ist derzeit auf „Kleine Feuer“-Tour, doch anders als die unvorsichtige Pauline aus der Struwwelpeter-Moritat initiiert die 22-Jährige keine Feurio-Katastrophe, sondern bittet alle gleichsam um kleine Lagerfeuer, um gemeinsam die Wunden zu lecken, die das Leben, auch wenn es bislang noch kurz war, verursacht hat. Ein HNO-Arzt habe ihr dringend geraten, dieses Konzert nicht zu geben, doch mithilfe eines hoch dosierten Arzneicocktails wollte sie wegen ihrer Fans, ganz überwiegend weiblich, dann doch durchhalten.