Deutsche im Ausland So lebt eine Meckenheimerin in einem Pflegeheim in Spanien

Bonn · Eine 78-Jährige aus Meckenheim lässt sich in einem spanischen Pflegeheim versorgen. Die Pflege dort ist deutlich günstiger – und sie fühlt sich wohler als im deutschen Versorgungssystem. Wie sie und ihr Mann ihr Leben seitdem umgestellt haben und warum der Schritt trotz der Vorteile nicht immer einfach ist.

Besonders gefalle ihr die menschliche Wärme in dem spanischen Pflegeheim, sagt die 78-jährige Meckenheimerin.

Besonders gefalle ihr die menschliche Wärme in dem spanischen Pflegeheim, sagt die 78-jährige Meckenheimerin.

Foto: dpa/Marijan Murat

Der Tag von Maria Berend beginnt um acht Uhr. Eine Pflegekraft hilft ihr, sich zu waschen, fragt, was sie anziehen will: Vielleicht das T-Shirt mit dem Tigermuster? Das mag Berend besonders. Ihre Kleidung wird jeden Tag frisch gewaschen. Wenn es ein warmer Tag wird, summt jetzt schon die Klimaanlage im Zimmer der 78-Jährigen, die ihren richtigen Namen zum Schutz ihrer Privatsphäre nicht nennen möchte. Es geht in den Frühstücksraum, mit bis zu 15 anderen Pflegebedürftigen, jeder hat seinen festen Platz. Ein anderer Bewohner des Heims ist dement, sie fragt ihn jedes Mal: Kennst du mich noch? Dann nickt er. „Jetzt müssen wir etwas für die Muckis machen“, sagen die Pfleger nach dem Frühstück zu Berend. Und auf geht es zur Physiotherapie, die manchmal ganz schön anstrengend ist. Ist das Wetter gut, finden die Übungen draußen statt. Manchmal gibt es danach eine Messe: „Das gefällt mir“, sagt Berend.