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Mehr Paket-Transporte mit der Bahn: So will die Post in Deutschland klimafreundlicher arbeiten

Mehr Paket-Transporte mit der Bahn : So will die Post in Deutschland klimafreundlicher arbeiten

Der Versand von Briefen und Paketen durch die Deutsche Post DHL Group soll umweltfreundlicher werden. Mehr Pakete werden per Bahn verschickt, die Zustellstützpunkte mit moderner Technik aufgerüstet.

Nicht nur den Zustellstützpunkt in Wachtberg-Villip rüstet der Konzern für mehr Klimafreundlichkeit um. Aber er ist einer von 280 Zustellstützpunkten in ganz Deutschland, die die Post bis 2025 CO2-neutral gestalten will. Von diesen Punkten verteilen die Zustellerinnen und Zusteller die Briefe und Pakete an die Haushalte. Die Häuser werden ausgestattet mit Photovoltaik-Anlagen, Wärmepumpen in Verbindung mit Fußbodenheizungen und Gebäudeautomation, erläuterte Tobias Meyer, im Post-Vorstand für das Brief- und Paket-Geschäft in Deutschland zuständig, am Donnerstag in Wachtberg.

Deutsche Post will Autobatterien als Batteriespeicher nutzen

An einzelnen Standorten ergänzten Batteriespeicher das Energiekonzept. In diesen wird der tagsüber geladene Solarstrom gespeichert und nachts für die Fahrzeugladung verwendet. Für die Speicherung kommen Batterien von ausgemusterten E-Fahrzeugen zum Einsatz, die auch nach Ende ihres Lebenszyklus in einem Elektrofahrzeug eine für stationäre Zwecke ausreichende Speicherkapazität aufweisen. Dadurch können sie als Pufferspeicher für Solarstrom genutzt werden. Jeder dieser Zustellstützpunkte spare rund 20 Tonnen CO2 pro Jahr gegenüber einem herkömmlichen Gebäude ein.

Vor vier Wochen hat der Bonner Konzern seine Nachhaltigkeitsstrategie präsentiert und bekräftigt, dass es 2050 unter dem Strich keine Emissionen mehr stehen sollen. Nun hat das Unternehmen konkretisiert, wie der Unternehmensbereich Post & Paket Deutschland in den nächsten Jahren klimafreundlicher werden will. So will die Post den Anteil an Paketsendungen, die zwischen Paketzentren auf der Schiene transportiert werden, von heute zwei Prozent zunächst verdreifachen und langfristig auf bis zu 20 Prozent erhöhen.

Deutsche Post setzt auf neues Streetscooter-Modell

Bereits heute sei die Post Vorreiter in der E-Mobilität und mit über 15.000 Elektrotransportern der Eigenmarke Streetscooter der größte E-Flottenbetreiber in Europa. 2022 werde die Flotte auf 21.500 Streetscooter anwachsen. Es werde ein neues Modell dazukommen: Prototypen des „Streetscooter Gigabox“ mit Platz für rund 240 Pakete sollen noch in diesem Jahr eingesetzt werden. 2025 soll die Zustellflotte 37.000 E-Fahrzeuge umfassen.

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