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Geldanlage: Studie: Bonner Immobilien bei Rendite spitze

Geldanlage : Studie: Bonner Immobilien bei Rendite spitze

Gute Chancen gibt es für Investoren bei bestehenden Wohnungen und Häusern in Bonn. Bei Neubeuten gibt es eine geringere Rendite.

Bonn liegt bei der Rendite für Investitionen in Bestandsimmobilien bundesweit vorn. Das ist das Ergebnis einer Studie des berliner Immobiliendienstleisters Dr. Lübke & Keller. Die Analysten haben 110 Städte verglichen und die Renditen von Investitionen in Wohnimmobilien über zehn Jahre geschätzt. Dabei haben sie auch Risiken in der Entwicklung der Standorte und die Mietpreisbremse berücksichtigt.

Nach den Kriterien der Studie folgen Wolfsburg und Osnabrück der Stadt Bonn beim Risiko-Rendite-Verhältnis von Bestandsimmobilien. Diese „B-Städte“, wie die Immobilienexperten sie nennen, hätten zwar etwas größere Risiken was zum Beispiel die langfristige Bevölkerungsentwicklung betrifft. Doch liegen hier die Kaufpreise für Häuser und Wohnungen noch deutlich unter Metropolen wie München und Frankfurt, die als besonders risikoarm in ihrer Entwicklung eingeschätzt werden.

Die Studie ist von einer Eigenkapitalquote von 40 Prozent beim Immobilienkauf und einem auf zehn Jahre festgelegten Zins von 1,15 Prozent für den Kredit über die restlichen 60 Prozent des Immobilienkaufpreis ausgegangen. Dann liegt die Eigenkapitalrenditerendite in Bonn – Risiken einberechnet – bei 7,2 Prozent in guten Lagen und 9,3 Prozent in mittleren Lagen.

Bei Neubauten schneidet Bonn in der Studie weniger gut ab. Hier führen Wolfsburg, Bremen und Mannheim das Ranking an. Bonn liegt mit Platz 38 am Mittelfeld. Gründe dafür seien aus der Studie nicht abzuleiten, sagte ein Unternehmensvertreter auf Anfrage.

„Nicht überraschend ist, dass unter den ersten zehn der risikoärmsten Standorte lediglich vier der Top-7-Städte platziert sind“, heißt es in einer Unternehmensmitteilung. „Damit bestätigt sich, dass in vielen Lagen Deutschlands außerhalb der Metropolen vergleichbare oder sogar bessere Renditepotenziale bestehen.“ Viele institutionelle Anleger hätten diese Standorte nicht im Blick.