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Mehr schnelle Internetanschlüsse: Telekom baut Glasfaser-Netz schneller aus

Mehr schnelle Internetanschlüsse : Telekom baut Glasfaser-Netz schneller aus

Die Deutsche Telekom zieht beim Glasfaser-Ausbau das Tempo an. Zunächst stehen drei Großstädte und der ländliche Raum im Vordergrund.

Bis Ende 2025 sollen mehr als eine Million Haushalte und Unternehmen in Hamburg, Frankfurt und Düsseldorf mit Anschlüssen bis in das Haus hinein (Fiber to the home: FTTH) ausgestattet werden. Im März hatte die Telekom bereits angekündigt, in Berlin eine Million FTTH-Anschlüsse zu bauen.

Das Bonner Unternehmen leiste damit einen Beitrag zu dem Ziel, gemeinsam mit anderen Telekommunikationsunternehmen dafür zu sorgen, dass alle Haushalte und Unternehmensstandorte in Deutschland bis 2030 reine Glasfaseranschlüsse bekommen können, erläuterte am Montag Telekom-Deutschland-Chef Srini Gopalan. Dafür erhöhe die Telekom die Investitionen in das Netz massiv: Statt wie bisher rund 1,5 Milliarden Euro sollen rund 2,5 Milliarden pro Jahr in den Glasfaserausbau fließen. Für den Ausbau kooperiert der Konzern verstärkt mit anderen Telekommunikationsfirmen. Auch mit Netcologne, die in Köln und Bonn eigene Netze betreiben, laufen Gespräche, sagte Gopalan.

Zur Versorgung des ländlichen Raumes hat die Telekom das Programm „Mehr Breitband für Deutschland“ aufgelegt. Mit finanzieller Unterstützung der Bundesregierung und der Länder ermögliche es Glasfaseranschlüsse in unterversorgten ländlichen Gebieten, die wirtschaftlich nicht zu erschließen sind, so Gopalan. Dadurch wurden 2020 mehr als 150 000 Haushalte angeschlossen. 2021 will die Telekom über 200 000 Haushalte und Unternehmen im ländlichen Raum mit Glasfaser versorgen. Das Volumen der Projekte beläuft sich auf über eine Milliarde Euro.