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Weniger Firmenpleiten in Bonn

Weniger Firmenpleiten in Bonn

Die Unternehmen in Bonn und der Region haben sich im vergangenen Jahr überdurchschnittlich gut behauptet. Während landesweit die Zahl der Firmenpleiten um 5,7 Prozent auf 11 521 anstieg, ging sie im Rhein-Sieg-Kreis und in der Stadt Bonn stark zurück.

Bonn/Düsseldorf. Die Unternehmen in Bonn und der Region haben sich im vergangenen Jahr überdurchschnittlich gut behauptet. Während landesweit die Zahl der Firmenpleiten um 5,7 Prozent auf 11 521 anstieg, ging sie im Rhein-Sieg-Kreis und in der Stadt Bonn stark zurück.

In Bonn gab es laut Statistischem Landesamt 168 kleinere Unternehmensinsolvenzen, ein Rückgang um 13,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Von den Pleiten waren auch weniger Beschäftigte betroffen: 350, im Vorjahr waren es noch 448. Die Bonner Wirtschaftsförderin Victoria Appelbe zeigte sich erfreut über diese positive Entwicklung: "Dies bestätigt uns in der Einschätzung, dass die Bonner Wirtschaft die Verwerfungen der Wirtschafts- und Finanzkrise hervorragend gemeistert hat."

Im Rhein-Sieg-Kreis war der Rückgang der Insolvenzen mit 10,2 Prozent auf 308 Fälle etwas weniger stark. Mit 1 428 Beschäftigten waren allerdings deutlich mehr Menschen betroffen als im Vorjahr (788). Grundsätzlich kann die Zahl der betroffenen Beschäftigten durch einzelne Großinsolvenzen regional stark beeinflusst werden.

Unterschiedlich entwickelte sich im vergangenen Jahr die Gründungsdynamik in der Region. Landesweit gab es 1,6 Prozent weniger Unternehmensgründungen, in Bonn dagegen 2,7 Prozent mehr. Köln (minus 8,5 Prozent) und der Rhein-Sieg-Kreis (minus 5,8 Prozent) lagen deutlich noch unter dem Landestrend.

Wichtig aber: Überall in der Region überstieg die Zahl der Anmeldungen die Zahl der Gewerbeabmeldungen, also derjenigen Betriebe, die entweder geschlossen wurden oder ihren Sitz anderswohin verlagerten. Starke Firmenzuwächse verzeichneten unter dem Strich auch Köln mit plus 3 109 und Bonn mit plus 496 Firmen. Deutlich schwächer der Zuwachs im Rhein-Sieg-Kreis, wo am Jahresende nur 298 Firmen mehr in den Registern eingetragen waren.