Die besten TV-Geräte So finden Sie den perfekten Fernseher für den EM-Abend

Düsseldorf · Vor der Europameisterschaft gibt es häufig Rabatt auf TV-Geräte. Doch die Qualitätsunterschiede sind groß – vor allem beim Bild.

Überschlagene Beine vor einem Fernsehgerät, auf dem ein Fußballspiel übertragen wird.

Überschlagene Beine vor einem Fernsehgerät, auf dem ein Fußballspiel übertragen wird.

Foto: dpa/Rolf Vennenbernd

Die Fußball-Europameisterschaft steht vor der Tür – und gleich beim Eröffnungsspiel an diesem Freitag verspricht es für Deutschland-Fans spannend zu werden. Die deutsche Nationalmannschaft trifft auf Schottland. Zeit für einen netten Grillabend, Public Viewing, ein paar Biere mit Freundinnen. Die einzige Voraussetzung: Der Fernseher sollte allen ein unvergessliches Fußballerlebnis bescheren. Denn wenn das Bild beim schnellen Spiel ruckelt, die Bildschirmhelligkeit zu niedrig ist oder man von der Seite kaum etwas erkennt, dann kann das für die Zuschauer höchst unbefriedigend sein.

Deshalb sollte man sich nicht nur von den Rabatten locken lassen, wie sie Elektronikmärkte wie Saturn und Media Markt (beide Ceconomy) derzeit anbieten, wenn man nach einem neuen Gerät sucht. Da gibt es schon einmal 41 Prozent auf einen LG-Flatscreen oder 36 Prozent auf ein ursprünglich fast 1000 Euro teures Gerät von Samsung. Doch aufgepasst: Meistens geht es dabei um den Listenpreis, also den Preis, den das Gerät mal gekostet hat, als es neu auf den Markt kam. Wenn es aber schon einige Jahre verkauft wird, ist sein Verkaufspreis meistens deutlich günstiger. Deshalb lohnt es sich, die Angebote auf verschiedenen Portalen zu vergleichen. 2023 lag der Durchschnittspreis von Fernsehgeräten laut dem Branchenverband GFU bei 688 Euro.

Und: Die Qualität spielt eine entscheidende Rolle. Stiftung Warentest prüft fortwährend Fernseher und hat anlässlich der EM 51 Geräte aufgelistet, mit denen ein Fußballabend zum Erfolg werden kann. Sie sind zwischen 40 und 65 Zoll (Bildschirmdiagonale) groß und kosten 340 bis 3450 Euro. Die Tester bewerteten die Bildqualität, die zu 45 Prozent in die Benotung mit eingeflossen ist, den Ton (20 Prozent), die Handhabung (25 Prozent) und den Stromverbrauch (zehn Prozent).

Samsung- und LG-Modelle unter den drei Testsiegern

Die drei Testsieger mit der Gesamtnote „gut“ (1,7) überzeugten am meisten: Das 65 Zoll große Samsung-Modell GO65S90CAT für 2060 Euro und zwei LG-Geräte mit den Produktnamen OLED65C37LA (65 Zoll) für 1850 Euro und OLED55C37LA für 1440 Euro (55 Zoll). „Alle drei haben einen großen Betrachtungswinkel, geben auch in heller Umgebung ein gut erkennbares Bild ab und verfügen über eine sehr gute Bewegtbildoptimierung – also ideal für einen Fußballabend, auch draußen“, sagt Digitalexpertin Sandra Schwarz von der Stiftung Warentest.

Die Tester haben noch zwei weitere Tipps: Da die Testsieger ja sehr teuer sind, haben sie auch das beste günstigste Gerät gekürt – das LG-Modell 43UR80006LJ für 435 Euro. Es ist mit 43 Zoll zwar kleiner als die Testsieger, aber überzeugt beim Ton und mit der leichten Handhabung. „Allerdings muss man am besten mittig vor dem Gerät sitzen, weil die Kontraste von der Seite aus gesehen unschärfer werden“, sagt Schwarz. Für einen gemütlichen Familienabend im Wohnzimmer reiche die Bildqualität aber völlig aus. Und falls doch mal Freunde mitschauen wollen, sollten sich alle einfach etwas weiter vom Fernseher wegsetzen – dann könnten mehr Menschen mittig davor sitzen und hätten eine gute Sicht, so Schwarz.

Weniger Stromverbrauch mit Panasonic

Wer vor allem auf den Stromverbrauch achtet, ist mit dem noch etwas kleineren Panasonic TX-40MS360E gut beraten: Er misst 40 Zoll, kostet 355 Euro und erzeugt laut Stiftung Warentest nur 27 Euro Stromkosten im Jahr. Bei einem durchschnittlichen Fernseher mit einer Leistung von 100 Watt sind es laut Vergleichsportalbetreiber ­Verivox rund 45 Euro pro Jahr.

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Foto: dpa/Robert Michael

Beim Ton schneidet das strom­sparende Panasonic-Modell allerdings nicht besonders gut ab, bekommt sogar eine Abwertung in seinem Gesamturteil, das insgesamt bei „befriedigend“ (3,3) liegt. „Das ist aber kein allzu großes Problem. Der Ton lässt sich mit einem einfachen Trick verbessern“, rät Digitalexpertin Schwarz. Man schließt einfach eine Bluetooth-Box an den Fernseher an und hat so einen optimalen Sound für den EM-Abend.

Schwarz hat auch noch weitere Ratschläge: „Natürlich sind größere Fernseher für ein kleines Public Viewing unter Freunden besser geeignet. Aber: Die Geräte wirken im Laden immer viel kleiner als sie wirklich sind, deshalb ist es wichtig, den Platz, wo sie stehen sollen, vorher auszumessen“, sagt die Digital-Expertin.

Beim Fußballgucken bietet es sich außerdem an, die Farbsättigung deutlich zu erhöhen. Das mindert zwar die Bildqualität, sorgt aber dafür, dass man die Trikots der Mannschaften besser auseinanderhalten kann. „Wer etwas an seinem Fernseher verstellt, notiert sich am besten die vorherigen Werte, damit man sie nach der EM wieder einstellen kann“, sagt Schwarz. Bis dann die Bundesliga im August beginnt.

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