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Krise bei Essener Warenhauskette: Galeria Karstadt Kaufhof schließt Filiale in Bonn

Krise bei Essener Warenhauskette : Galeria Karstadt Kaufhof schließt Filiale in Bonn

Die Essener Warenhauskette Galeria Karstadt Kaufhof will in der Region mindestens fünf Standorte schließen. Betroffen ist auch die Karstadt-Filiale in Bonn.

Galeria Karstadt Kaufhof schließt in der Region mindestens fünf Warenhäuser. Nach Informationen der Gewerkschaft Verdi in Abstimmung mit den Betriebsräten vor Ort ist betroffen der Kaufhof im Rhein-Center in Köln-Weiden. Außerdem werden die Karstadt-Filialen in Bonn und Gummersbach geschlossen, sowie die Kaufhof-Häuser in Brühl und Leverkusen. Insgesamt etwa 370 Mitarbeiter sind betroffen. Das Schicksal von Karstadt Sport in der Kölner Innenstadt entscheidet sich im Laufe des Tages. Hier werde noch verhandelt, hieß es.

Und auch weitere Häuser in der Region könnten noch betroffen sein. Insgesamt schließt der angeschlagene Warenhaus-Konzern in NRW nach den Angaben 20 Häuser. Definitiv erhalten bleiben die Häuser in der Hohe Straße in Köln, in Köln-Nippes sowie Karstadt in der Breite Straße in Köln sowie die Filiale in Düren.

Bundesweit mache der Warenhaus-Konzern maximal 62 Filialen zu, so Verdi. Das treffe rund 6000 Beschäftigte. In viertägigen Verhandlungen sei aber der vom Unternehmen geplante Personalabbau von zehn Prozent auf der Fläche der verbleibenden Filialen verhindert worden. Auch wollte die Unternehmensleitung ursprünglich 80 von 172 Filialen schließen.

Für Abfindungen bei Entlassungen finden die von den Betriebsräten ausgehandelten Sozialpläne Anwendung. Die von Schließungen Betroffenen werden laut Verdi auf ihren Wunsch für mindestens sechs Monate in eine Transfergesellschaft zur Beschäftigung und Qualifizierung überführt.

„Die Entscheidung zu den Schließungshäusern trifft die Menschen hart, ihnen wird die Existenz unter den Füssen weggerissen. Wir werden mit aller Kraft für den Erhalt der Standorte und die Zukunft der Beschäftigten kämpfen“, sagte Verdi-Vorstandsmitglied Stefanie Nutzenberger. Da sei das letzte Wort noch nicht gesprochen. Die Beschäftigten und ihre Familien erwarteten zu Recht auch die volle Unterstützung von politisch Verantwortlichen und dass alle Möglichkeiten, Chancen und Wege, die es gibt, in dieser dramatischen Situation ausgeschöpft würden.