Kommentar zu den Streiks im ÖPNV Warum bald das ganze Land still stehen könnte

Meinung | Berlin · Die Deutsche Bahn und die Gewerkschaft GDL können sich im Tarifkonflikt nicht einigen, Verdi ruft erneut zum Arbeitskampf auf. Normal ist, dass am Ende von Tarifverhandlungen ein Kompromiss steht, bei dem beide Seiten Federn lassen müssen, schreibt unser Autor.

Eine Mitarbeiterin klebt ein Plakat mit der Aufschrift „Streik“ auf die Frontscheibe eines Busses.

Eine Mitarbeiterin klebt ein Plakat mit der Aufschrift „Streik“ auf die Frontscheibe eines Busses.

Foto: dpa/Federico Gambarini

Nachdem die Tarifverhandlungen zwischen der Lokführergewerkschaft GDL und der Deutschen Bahn erneut gescheitert sind, droht ein langer Streik im Schienenverkehr. GDL-Chef Claus Weselsky will offensichtlich um jeden Preis seine Maximalforderungen durchsetzen: die Einführung der 35-Stunden-Woche. Auch in Tarifkonflikten erfahrene Moderatoren konnten keine Einigung herbeiführen. Das deutet darauf hin, dass Weselsky bei seinen letzten Tarifverhandlungen vor dem Ruhestand auf das Ganze gehen wird. Das spricht für wenigstens einen weiteren, langen Streik des Zugpersonals.