Kommentar zu Änderungen beim Lieferkettengesetz So wird der Fortschritt untergraben

Meinung · Mit Änderungen beim deutschen Lieferkettengesetz wollen die Ampel-Spitzen unter anderem erreichen, dass betroffene Unternehmen künftig nur noch einen statt zwei Berichte schreiben müssen. Das ist verständlich. Die weitere Entschärfung des deutschen Lieferkettengesetzes ist jedoch ein Fehler, meint unser Autor.

Beschäftigte einer Fabrik im chinesischen Xiangtan arbeiten an einem Fließband.

Beschäftigte einer Fabrik im chinesischen Xiangtan arbeiten an einem Fließband.

Foto: dpa/Xue Yuge

Zwei Berichte ähnlichen Inhalts schreiben zu müssen, kann nerven. Die Schlussfolgerung, einen von beiden abzuschaffen, liegt deshalb nahe. So hat die Bundesregierung gerade eine nachvollziehbare Entscheidung getroffen, mit der sie den Unternehmen die Berichterstattung im Rahmen des Lieferkettengesetzes erleichtert. Künftig ist nur noch ein Fragebogen auszufüllen, um gleichzeitig dem hiesigen Gesetz und der entsprechenden europäischen Richtlinie gerecht zu werden.