15 von 16 sind „inakzeptabel“ Stiftung Warentest kritisiert fehlenden Kinderschutz bei Spiele-Apps

Berlin · Die Stiftung Warentest hat Spiele-Apps getestet. Minderjährige werden demnach darin oft mit Gewalt- oder Sexszenen konfrontiert. Vor allem aber zocken Anbieter die spielenden Kinder ab.

Ein Junge spielt auf einem Tablet das Spiel Minecraft. Nur dieses Spiel fiel beim Test von Stiftung Warentest nicht völlig durch.

Ein Junge spielt auf einem Tablet das Spiel Minecraft. Nur dieses Spiel fiel beim Test von Stiftung Warentest nicht völlig durch.

Foto: picture alliance/dpa/Georg Wendt

Mit einer Maschinenpistole bewaffnet zieht ein Kind durch die Straße und knallt wahllos Passanten ab. Einen Polizisten erwischt der Amokläufer auch und zerfetzt ihn. So erleben es Kinder, die via App spielen. In einem anderen Spiel wird am Pool eine eindeutige sexuelle Szene gezeigt. Beide Spiele werden für die Altersgruppe ab zwölf Jahren angepriesen. Aber auch jüngere Kinder erhalten problemlos Einlass in die Software. Das hat die Stiftung Warentest getestet. „Unproblematisch ist es, wenn zehn Jahre als Alter eingegeben wird“, berichtet Holger Brackemann, der den Bereich Untersuchungen bei der Stiftung leitet.