Kommentar zu Thyssenkrupp Da läuft fast alles falsch

Meinung | Düsseldorf · Der deutsche Traditionskonzern Thyssenkrupp verkauft einen Teil seiner Stahlproduktionssparte an Daniel Kretinsky. Doch bei dem Deal läuft einiges falsch, schreibt unsere Autorin.

 Qualm steigt aus der Fabrikanlagen von Deutschlands größter Stahlhersteller Thyssenkrupp Steel in Duisburg auf.

Qualm steigt aus der Fabrikanlagen von Deutschlands größter Stahlhersteller Thyssenkrupp Steel in Duisburg auf.

Foto: dpa/Federico Gambarini

Was für ein Paukenschlag! Die Stahlerzeugung ist die historische Wurzel von Thyssenkrupp. Doch nun verkauft der Konzern einen ersten Teil an Daniel Kretinsky; ein zweiter soll folgen. Das muss kein Fehler sein. Kretinsky ist ein erfahrener Unternehmer, dessen Wette auf die Zukunft lautet: Klimaschutz hin oder her – Strom und Stahl braucht die Welt auch noch in 30 Jahren, und grün herstellen kann er beides auch. Man habe nichts gegen Milliardäre, wenn sie Geld mitbringen, hatte schon der Betriebsrat gesagt.