Gleichberechtigung bei Ärzten „Früher war man als schwangere Chirurgin der exotische Kolibri im OP“

Bonn · Zum ersten „Tag der Chirurginnen“ an der Uniklinik Bonn machten Ärztinnen in leitenden Positionen angehenden Ärzten Mut, sich für ein chirurgisches Fach zu entscheiden. Zum Knochensägen benötige man vor allem Technik, nicht nur Muskelkraft.

Die Uniklinik Bonn hat den Tag der Chirurginnen ins Leben gerufen, um ein Zeichen gegen Vorurteile im OP zu setzen. (Symbolbild)

Die Uniklinik Bonn hat den Tag der Chirurginnen ins Leben gerufen, um ein Zeichen gegen Vorurteile im OP zu setzen. (Symbolbild)

Foto: picture alliance / dpa/Friso Gentsch

Wo ist denn der Arzt? Diese Frage hören Chirurginnen nicht selten. Auch wenn sie eine leitende Funktion innehaben, Oberärztin oder Stationsärztin sind: Oft richten sich Fragen zur Operation an den männlichen Kollegen. „Wir alle kennen den Moment, wenn der Patient fragt, wo der Arzt ist oder Fragen an den männlichen Studenten richtet, obwohl ich den Patienten gerade über die OP aufgeklärt habe“, sagt Dr. Milena Plöger, Oberärztin in der Orthopädie und Unfallchirurgie am Uniklinikum Bonn (UKB).