Chinesisches Wunderschilf „Miscanthus“ Diese Pflanze kann fast alles

Region · Professor Ralf Rude von der Uni Bonn forscht seit 30 Jahren zum Chinaschilf (auch Miscanthus genannt) und ist immer noch begeistert von der vielseitig einsetzbaren Pflanze: Sie bindet viel CO2, schützt bei Hochwasser und lässt sich zu wiederverwendbarem Baustoff verarbeiten.

 Das Schilf wird erst nach dem Winter geerntet, wenn es getrocknet ist. In der Zwischenzeit finden viele Tiere drin Zuflucht.

Das Schilf wird erst nach dem Winter geerntet, wenn es getrocknet ist. In der Zwischenzeit finden viele Tiere drin Zuflucht.

Foto: Bernadett Yehdou

Mitte April war es am Campus Klein-Altendorf der Uni Bonn zwischen Rheinbach und Meckenheim Zeit für die Ernte des Chinaschilfs. Drei bis vier Meter hoch stand das weizen­gelbe Schilf, das über den Winter auf dem Feld getrocknet ist. Jetzt kann es gehäckselt und weiterverarbeitet werden: Zu Papierhandtüchern, Obstverpackungen, Torfersatz für ­­Blumenerden oder zu Dämmschutz für Häuser.