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Re-Akkreditierung: Erfolg für die Alanus Hochschule

Re-Akkreditierung : Erfolg für die Alanus Hochschule

Die Alanus Hochschule erhält die Re-Akkreditierung durch den Wissenschaftsrat. Die Entscheidung ist maßgeblich für die staatliche Anerkennung der privaten Hochschule durch das Wissenschaftsministerium.

Als Hans-Joachim Pieper Ende 2018 das Amt des Rektors der Alanus Hochschule interimistisch übernahm, bezeichnete er dieses Projekt als seine „wichtigste Aufgabe“ und machte es direkt zur Chefsache. Im März 2020, nach seiner regulären Berufung, bekräftigte er dies nochmal. Und nun ist die Aufgabe erfüllt: Die Alanus Hochschule für Kunst und Gesellschaft in Alfter hat jetzt die Re-Akkreditierung vom Wissenschaftsrat für weitere fünf Jahre – und bei der Erfüllung einiger Auflagen sogar für zehn Jahre – erhalten.

Die Entscheidung ist maßgeblich für die staatliche Anerkennung der privaten Hochschule und ihrer Abschlüsse durch das Wissenschaftsministerium von Nordrhein-Westfalen.

Die Freude von Rektor und Philospohie-Professor Pieper ist bei einem kurzen Telefonat deutlich zu hören: „Das ist ein großartiger Erfolg für unsere Hochschule und die Arbeit, die wir hier gemeinsam erledigt haben“, sagt er.

Durch die Entscheidung des Wissenschaftsrats sieht er das Profil der Hochschule gewürdigt. „Das besteht für mich besonders in dem Miteinander ganz unterschiedlicher Fächer und dem Fokus auf Fragen des Gemeinwohls und der Nachhaltigkeit in unserer Lehre und Forschung“, erklärt der 62-Jährige. Diesen Weg werde die Hochschule nun weitergehen.

Über die Re-Akkreditierung hinaus erhält die Kunsthochschule die Verlängerung des kooperativen Promotionsrechts für den Fachbereich Bildungswissenschaft und darf weiterhin Doktortitel (Dr. phil. und Dr. paed.) verleihen.

Zu den Auflagen, deren Erfüllung aus den weiteren fünf dann zehn Jahre machen könnte, gehört die Einrichtung einer weiteren Professur in den Erziehungswissenschaften, mit dem Schwerpunkt Reformpädagogik. Schnell muss es dabei nicht gehen. „Wir haben dafür drei Jahre Zeit, deswegen ist es unkritisch“, wie Alanus-Sprecherin Julia Wedel auf Anfrage mitteilt.

Zudem soll in einem Studiengang, dem Bachelor in Heilpädagogik, der im Alanus-Studienzentrum in Mannheim angeboten wird, der Anteil der professoralen Lehre erhöht werden. Dieser  müsse immer bei über 50 Prozent liegen, wie Pieper erklärt. Derzeit liege er darunter.

Einen negativen Bescheid gab es hingegen für das beantragte Promotionsrecht im Fachbereich Künstlerische Therapien und Therapiewissenschaft. Ob die Alanus Hochschule dort einen weiteren Versuch unternimmt, konnte Pieper so schnell noch nicht sagen. „Wir prüfen jetzt in Ruhe mit dem Fachbereich, im Rektorat und im Senat, ob wir dies als weiteres Alleinstellungsmerkmal anpeilen werden und was das bedeutet.“