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Regionale Vernetzung bei der Onkologie: Uniklinik Bonn wird Teil des Lungenkrebszentrums

Regionale Vernetzung bei der Onkologie : Uniklinik Bonn wird Teil des Lungenkrebszentrums

Ein Schwerpunkt des Lungenkrebszentrums soll auf der minimal-invasiven und robotergestützten Chirurgie liegen. Das Ziel ist die optimale Versorgung der Patienten.

Das Centrum für Integrierte Onkologie (CIO) am Uniklinikum Bonn (UKB) wird Teil des Lungenkrebszentrums Bonn/Rhein-Sieg. Dieses Netzwerk mit seinen mehr als 40 regionalen Partnern, zu denen unter anderem das Malteser- und das Johanniter-Krankenhaus gehören, erhält so Zugang zu einem forschungsstarken Standort, an dem auch zukunftsweisende Behandlungsmethoden erprobt werden. „Das Universitätsklinikum Bonn bietet neben den zugelassenen onkologischen Therapien ein breites Spektrum an innovativen klinischen Studien an. Ein besonderer Schwerpunkt liegt dabei auf immuntherapeutischen Ansätzen und auf Zelltherapien“, erläutert Professor Peter Brossart, Direktor des CIO Bonn und der Klinik für Onkologie und Hämatologie am UKB. „Durch das gemeinsame Lungenkrebszentrum Bonn/Rhein-Sieg können neueste Diagnose- und Behandlungsmethoden sehr viel schneller entwickelt und etabliert werden und so für eine bessere Versorgung der Patienten sorgen.“

Schon Mitte Mai hatten das UKB und das Malteser-Krankenhaus eine enge Zusammenarbeit im Bereich der Thoraxchirurgie vereinbart. Der Eintritt des UKB ins Lungenkrebszentrum Bonn/Rhein-Sieg ist da nur der nächste logische Schritt. „Wir verfügen im CIO über eine Spitzenausstattung wie zum Beispiel eine Herz-Lungen-Maschine (ECMO) oder einen DaVinci-OP-Roboter für minimalinvasive Eingriffe, die wir mit der gut aufgestellten regionalen Versorgung und Vernetzung des Zentrums kombinieren wollten“, erklärt Professor Joachim Schmidt, Leiter der Sektion Thoraxchirurgie am UKB, Chefarzt der Klinik für Thoraxchirurgie am Malteser Krankenhaus und Leiter des Lungenkrebszentrums Bonn/Rhein-Sieg. „Unser Ziel ist dabei immer die optimale Versorgung für den Patienten.“ Diese profitierten auch von den wissenschaftlichen Erkenntnissen des Uni-Klinikums:

„Wir sind unter anderem dabei, ein Register aufzubauen, in dem die Patienten mit Oligometastasierung aufgenommen werden, also jene mit einer erhöhten, aber begrenzten Anzahl an Metastasen“, führt Schmidt aus. „Somit werden wir künftig noch besser in der Lage sein, ihnen je nach Komplexität der Erkrankung die bestmögliche Therapie anzubieten.“ Ein weiterer Forschungsschwerpunkt wird in der minimalinvasiven und robotergestützten Chirurgie liegen.