Ärzte geben in Bonn Tipps fürs gefahrlose Sonnenbad

Kostenlos Haut- und UV-Checks - Haupttyp bestimmen - Weißes T-Shirt lässt 50 Prozent der Sonnenstrahlung durch

  Nicht ungefährlich:  ein Bad in der Sonne.

Nicht ungefährlich: ein Bad in der Sonne.

Foto: dpa

Bonn. (sj) Jedes Jahr erkranken rund 100 000 Menschen in Deutschland neu an Hautkrebs. Die UV-Strahlung der Sonne spielt dabei eine wichtige Rolle, gerade zur Urlaubszeit. Denn Sonnenbrände sind nicht nur unangenehm, sondern können später zu Hautkrebs führen. Prävention ist deshalb ein wichtiges Thema beim zweiten Rheinischen Hautkrebs-Symposium am Samstag, 26. Juni, im Haus der Geschichte.

Während der Tagung gibt es auch Veranstaltungen für die Öffentlichkeit: Ärzte machen von 10 bis 13 Uhr kostenlos Hautchecks. Wer Veränderungen auf seiner Haut feststellt, kann prüfen lassen, ob es sich dabei um Hautkrebs oder Vorläuferstadien handelt.

Wie lange man im Freien bleiben darf, ohne einen Sonnenbrand zu bekommen, verrät ein spezieller UV-Check. Per Internet oder SMS kann man für fast jeden Ort in Europa bestimmen, wie lange man sich ungeschützt in der Sonne aufhalten darf.

Voraussetzung ist, dass der persönliche Hauttyp bekannt ist. Den bestimmen die Ärzte am Stand des Bundesverbandes Deutscher Dermatologen. Der informiert auch über Bekleidung, die wirksamer vor schädlicher UV-Strahlung schützt. "Bei einem weißen T-Shirt gehen immer noch etwa 50 Prozent der Strahlung durch", sagt Tagungsleiter Professor Uwe Reinhold von der Dermato-onkologischen Praxisklinik in Bonn-Beuel.

Wichtig sei ein wirksamer Sonnenschutz nicht nur für Erwachsene, sondern noch viel mehr für Kinder: "Bei ihnen ist der Schutzmechanismus der Haut noch nicht voll entwickelt." Kinder sollten in heißen Ländern deshalb die strahlungsintensive Mittagszeit im Schatten verbringen.

Neben dem öffentlichen Teil findet auch eine Fachtagung für Hautärzte statt. Rund 150 Teilnehmer haben sich bereits angemeldet. Im Mittelpunkt stehen neue Erkenntnisse zur Erkennung und Behandlung von Hautkrebs sowie das neue Modell der integrierten Patientenversorgung. Die Kursgebühr beträgt 50 Euro. Anmeldungen und Informationen bei Professor Uwe Reinhold, Telefon (02 28) 47 48 38, E-Mail: info@derma-bonn.de. Das Museum bleibt auch während der Veranstaltung geöffnet.