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Eröffnung des 197. Akademischen Jahres an der Uni Bonn: Auch die Lehre soll exzellent sein

Eröffnung des 197. Akademischen Jahres an der Uni Bonn : Auch die Lehre soll exzellent sein

Der 18. Oktober 1818 nimmt in der Historie der Friedrich-Wilhelms-Universität einen besonders hohen Stellenwert ein: An jenem Sonntag gründete der preußische König Friedrich-Wilhelm die Bonner Universität und legte so den Grundstein für eine später renommierte Forschungsuniversität.

Der Gründungstag wird jedes Jahr feierlich mit der Eröffnung des Akademischen Jahres gefeiert - diesmal zwar mit einem Tag Verspätung, aber mit einigen Neuerungen, schließlich gibt es ein neues Rektorat. Eine Neuerung war zum Beispiel die Moderation.

Diese übernahmen die studentischen Mitglieder der universitären Theatergruppe S.U.B.Kultur unter der Leitung von Marcus Brien. Außerdem wurde die Festveranstaltung von vier verschiedenen Ensembles, die alle mit der Uni verbunden sind, untermalt.

Dabei bietet sich jedes Jahr ein eindrucksvolles Bild, wenn der Rektor zusammen mit dem Rektorat und den Dekanen, die allesamt mit prächtigen Talaren und Kappen in den Farben ihrer jeweiligen Fakultät gekleidet sind, in die Aula einziehen. Rektor Michael Hoch war gestern zum ersten Mal dabei, und es machte ihm sichtlich Spaß.

"Ah, war das toll!", ließ er das Publikum wissen. In seiner anschließenden Rede hob Hoch vor allem die globale und regionale Verankerung der Universität hervor. Dabei erinnerte er auch an die vielen Auszeichnungen, die die Alma Mater erhielt. Aber er äußerte sich auch kritisch, wie zum Beispiel bei der Diskussion um das Berlin/Bonn-Gesetz: "Die betrachten wir mit etwas Sorge, und wir hoffen, dass die politisch Verantwortlichen eine gemeinsame Linie bei der Vertretung der Bonner Interessen finden werden."

Auch die aktuelle Flüchtlingsdebatte halte die Uni in Atem. "Sie veranlasst uns, neue Konzepte zur Integration von studierfähigen jungen Menschen zu entwickeln", betonte Hoch. Vor zwei hätten Einstufungstests stattgefunden, aufgrund derer diese Woche 25 Teilnehmer drei Deutschkurse auf unterschiedlichen Niveaus beginnen. Die Kurse werden zusammen mit dem Verein ProIntegration angeboten.

Dass die Bonner Uni sich vor allem einen Namen als Forschungsuni gemacht hat, ist bekannt, doch das möchte Hoch ändern. "Wir wollen nicht nur exzellente Forschung, sondern auch exzellente Lehre. Das möchte ich mit aller Deutlichkeit sagen", so Hoch. Auch auf die räumliche Entwicklung ging er ein. "Wir brauchen aus meiner Sicht ein neues Studierenden- und Nachwuchsförderungszentrum.

Aber wie soll das finanziert werden?", fragte Hoch, "derzeit beträgt der Renovierungsstau für die etwa 350 Uni-Gebäude rund eine Milliarde Euro." Für die Studierenden sprach die Asta-Vorsitzende Lillian Bäcker. Sie forderte für ihre Kommilitonen vor allem Freiheit und Sicherheit beim Studium.