Chancen aufs Studium verbessern Zukünftige Medizinstudenten bereiten sich auf zentralen Test vor

Bonn · Ann-Kathrin schlägt sich derzeit mit dem Test "Figuren-Lernen" rum. "Hat eigentlich ganz gut geklappt, und ich habe direkt beim ersten Versuch 70 Prozent der Testfragen beantwortet", postet die angehende Medizinstudentin auf der Facebook-Seite www.facebook.com/medizinertest.

 Wer Medizin studieren will und keinen ausreichenden Abidurchschnitt hat, der büffelt für Medizinertests.

Wer Medizin studieren will und keinen ausreichenden Abidurchschnitt hat, der büffelt für Medizinertests.

Foto: dpa

Ann-Kathrin bereitet sich mit Hilfe des kostenpflichtigen Verfahrens "Fit für den Mediziner-Test" des Portal-Anbieters ITB Consulting auf den bundesweit zentralen Test für medizinische Studiengänge (TMS) vor, der ihr einem der begehrten Studienplätze näher bringen soll. An verschiedenen Testorten werden bei diesem TMS mit Ann-Kathrin am 4. Mai wieder zahlreiche Anwärter ihre Chancen auf ein Medizinstudium an deutschen Universitäten zu verbessern versuchen.

Überdurchschnittliche Leistungen in diesem Test können die Auswahlchancen an einigen Hochschulen verbessern. Er besitzt also neben der Abiturnote eine hohe Voraussagekraft für den Erfolg in medizinischen Studiengängen, wenngleich die Teilnahme am Medizinertest selbstverständlich noch keine Voraussetzung für eine Studienplatzklage bildet.

Die Zielgruppe der 17- bis 20-Jährigen will jedoch verständlicherweise ihre Chancen auf einen Studienbeginn verbessern. So büffeln die jungen Leute denn derzeit an ausgefeilten Fragenkatalogen. Gerne angenommen wird dabei die Möglichkeit, sich in dieser letzten heißen Vorbereitungsphase über die sozialen Medien zu besprechen. "Schon seit 2011 können Teilnehmer auf der Facebook-Seite Fragen zum Vorbereitungsportal und zum Medizinertest stellen und sich untereinander austauschen", erklärt dazu Kathrin Sion für den Bonner Anbieter ITB Consulting.

Seit Anfang des Jahres lässt etwa die Wunsch-Medizinerin Ann-Kathrin ihre Mitanwärter in ihrem in die Facebook-Seite integrierten Tagebuch erleben, wie sie sich vorbereitet. Sie berichtet darüber, wie sie sich selbst organisiert, mit welchen Schwierigkeiten sie kämpft, welche Erfolge sie erzielt. Am Zentraltest wird sie nur einmal teilnehmen können. Das Ergebnis gilt dann für alle auch zukünftig noch folgenden Studienplatz-Bewerbungen. Ann-Kathrin will den Test also auf jeden Fall schaffen und weiß: Bis dahin wird sie noch einige Hürden nehmen müssen.

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