Das letzte Rätsel des Everest Wie weit kamen Mallory und Irvine, bevor sie abstürzten?

Bonn · George Mallorys Tod am höchsten Gipfel der Erde gilt in seiner britischen Heimat als heroische Niederlage. Die entscheidende Frage aber ist auch 100 Jahre später ungeklärt – auch, weil das Beweismittel womöglich entwendet wurde.

Drei Felszacken auf dem Gipfelgrat des Mount Everest:    Besonders die zweite Stufe, der Hillary-Step, gilt als Schlüsselstelle.

Drei Felszacken auf dem Gipfelgrat des Mount Everest: Besonders die zweite Stufe, der Hillary-Step, gilt als Schlüsselstelle.

Foto: dpa/Zhang Rufeng

Vor 100 Jahren befinden sich George Mallory und Andrew Irvine auf dem Weg zum Gipfel des Mount Everest, zur Erstbesteigung des mit 8849 Metern höchsten Bergs der Erde – 29 Jahre vor dem Neuseeländer Edmund Hillary. Ob die beiden es geschafft haben, ist bis heute nicht geklärt. Sie bleiben verschollen, bis vor 25 Jahren eine Suchexpedition die Leiche Mallorys findet. Bis heute wird heiß diskutiert, ob das Duo oben war. Ein Triumph, den sich England so sehr gewünscht hatte. Bei der Suche nach einem Seeweg durch die Nordwestpassage sowie im Rennen um Nord- und Südpol war die Kolonialmacht gescheitert. Doch am „dritten Pol“, dem Everest, wollte man nicht zu spät kommen und ging dafür generalstabsmäßig und mit großem Aufwand vor. Es wurde der Ausgangspunkt für eines der größten Rätsel in der Geschichte des Bergsteigens.