Organspende-Register, WhatsApp, Sommerzeit Das ändert sich für Verbraucher im März

Service | Bonn · Neue WhatsApp-Funktion, Geld für 18-Jährige oder die Umstellung auf die Sommerzeit. Im Monat März kommen auf Verbraucher wieder einige Änderungen zu. Wir geben einen Überblick.

 Im März heißt es wieder Zeitumstellung. (Symbolbild)

Im März heißt es wieder Zeitumstellung. (Symbolbild)

Foto: dpa/Helmut Fohringer

Verbraucher müssen sich im März wieder auf einige Neuerungen einstellen. So steht die Zeitumstellung an, es gibt ein neues Feature bei WhatsApp und Jugendliche bekommen ein Geburtstagsgeld zum 18. Lebensjahr.

Zeitumstellung

In der Nacht vom 30. auf den 31. März wird die Uhr von der Winter- auf die Sommerzeit umgestellt. Die Uhr wird dann von zwei Uhr nachts auf drei Uhr vorgestellt.

Kulturpass: 100 Euro für 18-Jährige

Jugendliche, die im Jahr 2006 geboren wurden, können sich ab März für den Kulturpass registrieren, wie die Bundesregierung auf ihrer Webseite mitteilt. So bekommen die Jugendlichen 100 Euro geschenkt, mit denen sie ab ihrem 18. Lebensjahr Eintrittskarten für Veranstaltungen, Bücher oder Musik kaufen können.

Neue WhatsApp-Funktion

Ab März soll es möglich sein, Kontakte, die andere Chat-Apps wie Telegram oder Signal nutzen, per WhatsApp zu erreichen. So kann jemand, der zum Beispiel die App Signal nutzt, auch einem Kontakt schreiben, der nur WhatsApp verwendet. Ein eigenes WhatsApp-Konto ist dann also nicht mehr zwingend nötig.

Denn WhatsApp muss neue EU-Richtlinien erfüllen. Die Europäische Union möchte mithilfe des Digital Markets Acts (DMA) online für einen fairen Wettbewerb sorgen. Die Marktmacht großer Unternehmen wie Meta, Apple oder Google soll dadurch eingedämmt werden.

Um diese Auflagen zu erfüllen, führt WhatsApp daher die sogenannten „Drittanbieter-Chats“ ein – also einen eigenen Ordner, in dem die Nachrichten andrer Messenger einlaufen. Vorstellen können sich die Nutzer dieses Feature wie die archivierten-Chats bei WhatsApp. Das soll jedoch zunächst nur mit Einzelchats möglich sein. Wie Meta-Manager Dick Brouwer in einem Interview mit Wired bekannt gibt, sollen plattformübergreifende Gruppenchats oder Telefonate erst in ein paar Jahren möglich sein.

Alternative App-Stores bei Apple

Auch für Apple gilt ab März die EU-Richtlinie des Digital Markets Acts (DMA). Auf der Apple-Webseite hat das Unternehmen daher bekannt gegeben, dass es ab März möglich sein soll, alternative App-Stores und Browser zu nutzen. Nutzer können dann nicht mehr nur den Apple-Store nutzen, sondern andere App-Stores.

Apple hatte versucht, sich gegen die Auflagen zu wehren. Denn laut dem Unternehmen komme es durch den DMA zu neuen Datenschutz- und Sicherheitsrisiken im Apple-Ökosystem. Das Unternehmen weist darauf hin, dass Malware und Betrugsmaschen dadurch vereinfacht werden. Daher will Apple erweiterte Schutzmaßnahmen einführen und die Apps grundlegend auf Sicherheitsmängel prüfen.

Zusätzlich führt Apple eine neue Bezahlmethode ein. Das bedeutet: App-Entwickler können selbst festlegen, wie Nutzer kostenpflichtige Apps bezahlen müssen.

Mehr Geld für Beschäftigte im öffentlichen Dienst

Kämpft die Gewerkschaft Verdi derzeit in vielen Branchen noch für mehr Geld, bekommen Beamte, Richter und Soldaten bereits ab dem 1. März ein höheres Gehalt. Die Beschäftigten erhalten in zwei Schritten erst einmal 200 Euro mehr. Im Anschluss daran bekommen die Beschäftigten im öffentlichen Dienst 5,5 Prozent mehr auf ihr Bruttogehalt. Mindestens um 340 Euro soll sich das Gehalt erhöhen.

Steigende Krankenkassenbeiträge für Rentner

Mit dem Beginn des Jahres 2024 haben einige Krankenkassen ihre Zusatzbeiträge erhöht. Viele Menschen müssen diese Erhöhung bereits seit Jahresbeginn zahlen. Im März kommen die Zusatzbeiträge auch bei den Rentnern an. Über die Höhe des Zusatzbeitrags haben die Krankenkassen selbst entschieden. Die Zusatzbeiträge der gesetzlichen Krankenkassen liegen im Durchschnitt bei 1,7 Prozent. Die Erhöhungen fallen je nach Kasse unterschiedlich aus. Einige Versicherungen haben sogar gar nicht erhöht.

Fachkräfte können einfacher nach Deutschland einwandern

Ab März greift eine neue Regelung des Fachkräfteeinwanderungsgesetzes. Die bisherige 18-monatige Aufenthaltserlaubnis zur Teilnahme an Qualifizierungsmaßnahmen wird dadurch auf 24 Monate erweitert. Eine Verlängerung um weitere 12 Monate bis zu einer Höchstaufenthaltsdauer von drei Jahren ist möglich. Die angehenden Fachkräfte können außerdem einer Nebenbeschäftigung während der Qualifizierungsmaßnahme nachgehen. Dabei wird die Stundenzahl von 10 auf 20 Stunden in der Woche erhöht.

Neue Kennzeichen für Mofas, Mopeds und E-Scooter

Aus schwarz wird blau: Ab dem 1. März müssen Besitzer von Mofas, Mopeds und E-Scootern das Kennzeichen wechseln. Wie jedes Jahr läuft das Kennzeichen nach einem Jahr ab. Nur mit den neuen blauen Kennzeichen besteht auch der Versicherungsschutz.

Neues Meldeportal für Arbeitgeber

Betriebe müssen für Meldungen an die Sozialversicherungsträger ab März das neue SV-Meldeportal nutzen. Unternehmen sollten sich bis zum 31. März bei dem neuen Portal anmelden, denn dann ist die Nutzung noch bis Ende 2024 kostenlos. Für Selbstständige bleibt das neue Portal auch danach kostenlos.

Organspende-Register

Ab dem 18. März wird der Organspendeausweis schrittweise überflüssig. Denn ab dann können sich Organspender auf der Internetseite organspende-register.de registrieren. Krankenhäuser können allerdings voraussichtlich erst ab Sommer 2024 auf die Datenbank zugreifen.

Start des Deutschlandtickets für Studenten

Für 29,40 Euro monatlich können Studierende ab dem 1.März bundesweit den ÖPNV nutzen. Die Länder wollen das im Rahmen des Deutschlandtickets ermöglichen.

Erneute Zugausfälle in Bonn

Im März schränkt die Deutsche Bahn erneut den Nah- und Fernverkehr zwischen Köln und Bonn ein. Der Grund dafür sind Bauarbeiten. Vom 1. bis zum 22. März montieren die Mitarbeiter weitere Signale und verlegen rund 60 Kilometer Kabel. Bahnreisende müssen sich auf Ausfälle und Ersatzverkehr einstellen. Welche Züge ausfallen, haben wir hier aufgelistet.

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