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Bonn: Diese Produkte bieten Hofläden im Bonner Umland

Tipps zum Wochenend-Einkauf : Das bieten die Hofläden im Bonner Umland

Knackiger und saftiger geht’s nicht: Wer Spargel und Erdbeeren direkt beim Erzeuger kauft, braucht keine Frischegarantie. Auf den Hofläden rund um Bonn kann man Wochenendeinkauf und Landpartie ideal verbinden. Wir haben einige davon getestet.

Wie schmecken Erdbeeren und Spargel am besten? Richtig, frisch vom Feld, ohne den Umweg über Großhändler und Kühlhäuser. Nicht in vielen Regionen Deutschlands haben Genießer, die auf Frische Wert legen, eine so große Auswahl an Hofverkaufsläden wie rund um Bonn. Viele Hofläden haben neben den eigenen Erzeugnissen ein breites Angebot weiterer Produkte. Auf diese Weise wird der Wochenendeinkauf zur entspannten Landpartie, Kaffee und Kuchen oft inklusive. GA-Redakteure haben einige Hofläden herausgesucht, bei denen sie selbst auch gerne einkaufen.

■ Meckenheim, Hofladen Cremerius: Wer samstags im Hofladen Cremerius auf dem Meckenheimer Steinbüchel einkauft, kehrt ganz sicher nicht mit leeren Taschen und Körben nach Hause zurück. Den Spargel gibt es auch geschält, die Erdbeeren sind verlockend rot und die Eier stammen von den 200 eigenen Weidehühnern, die im artgerechten Hühnermobil unterwegs sind.

Bei Obst und Gemüse bleiben aber auch jenseits des eigenen Anbaus keine Wünsche offen. Limousin-Rind gibt es auf Vorbestellung im Fünf-Kilo-Paket, Fruchtaufstrich und Wurst aus dem Glas. In den Kühlschränken warten geräucherte Forellen und gebeizter Lachs neben Milchprodukten und Käse kleiner Erzeuger aus dem Bergischen Land. Und wenn der Fisch schwimmen soll, scheitert es bei einem Einkauf bei Cremerius weder an Wein noch Bier. Das köstliche Eis zum Dessert kommt vom Eiswerk aus Rheinbach. Auch Blumen und ein angeschlossenes Hofcafé namens „Landlust“ (dienstags bis donnerstags von 9.30 bis 18 Uhr) fehlen nicht.

Hofladen Cremerius, Gerhard-Boeden-Straße 1, 53340 Meckenheim, Telefon 02225-8367303, geöffnet montags bis freitags von 8 bis 18.30 Uhr, Öffnungszeiten: samstags von 8 bis 18 Uhr und sonntags von 9 bis 18 Uhr

 Königswinter, Sonnenberger Hof: Schon der Weg macht Appetit auf die Erzeugnisse, die direkt vom Feld in den kleinen Selbstbedienungs-Hofladen wandern: Vorbei an Beerenobst-Kulturen und entlang einer Allee mit Birnbäumen, geht es hinab in die Senke zum Sonnenberger Hof nahe Sonderbusch auf der Königswinterer Höhe. Zusammen genommen mit den Islandpferden der gleichnamigen Reitschule, die auf den umliegenden Weiden grasen, wirkt der Hof fast ein wenig entrückt und macht die nahe Autobahn 3 und die ICE-Strecke vergessen.

Seit 1913 ist der Hof an der Straße „Zum Sonnenberg“ im Besitz der Familie von Seniorchef Heiner Schmitt und Sohn Markus, letzterer in vierter Generation. Erste Erwähnung freilich fand der Hof bereits 1350 in den Büchern des Klosters Heisterbach. Im Hofladen sowie an Ständen in Bad Honnef-Rottbitze und Bonn-Roleber gibt es aktuell die leckeren Erdbeeren. Brombeeren und Himbeeren, Äpfel und Birnen sind im Jahresverlauf weitere saisonale und regionale Dauerbrenner.

Sonnenberger Hof, Zum Sonnenberg, 53639 Königswinter, Telefon 02244-2452. Der Hofladen ist durchgehend geöffnet, die Stände sind wochentags von 9 bis 18 Uhr, samstags von 9 bis 13 Uhr geöffnet

■ Wachtberg, Schneiders Obsthof: Trotz Corona ist der Parkplatz von Schneiders Obsthof in Wachtberg-Berkum bis auf den letzten Platz voll. Beatrice Schneider, die mit ihrem Mann die Marktscheune betreut, wundert das wenig: „Es ist gerade unsere absolute Hochsaison mit Spargel und Erdbeeren.“ Die Verkaufshalle gibt es seit 2013, nach dem Vorbild einer alten Scheune mit gebrauchtem Holz oder einer dekorativen Heuballenzange, die von der Decke hängt. Unter dem hohen Balkengiebel empfangen Regale mit Mairübchen, Kartoffelsäcken, Schmalz, Suppen oder feinen Ölen die Kunden. Vor der „Hofmetzgerei“, neben Käse- und Brottheke, stehen die Familien, Rentner und sogar Besucher aus Düsseldorf bis zu 20 Minuten an. Das Fleisch kommt vom Vulkanhof Eifel, Kartoffeln und Spargel vom Meyerhof.

Die Erdbeeren und später im Jahr eine breite Obstpalette kommen aus eigenem Anbau. Das Hofcafé ist zwar coronabedingt noch geschlossen, dafür laden im Außenbereich große Weidenkörbe mit Rhabarber und Stapel knackig frischen Spargels zum Zugreifen ein. Die Spargelschälmaschine dürfen die Kunden selbst bedienen, während die Kinder auf dem Heuballenstapel herumhüpfen.

Schneiders Obsthof, Brunnengarten 1 B, 53343 Wachtberg, Telefon 0228-55099210. Öffnungszeiten: montags bis samstags 7 bis 19 Uhr, sonntags 12 bis 15.30 Uhr

 Bornheim, Apfelbacher: Oben auf dem Kamm des Vorgebirgshangs in Bornheim-Brenig liegt der von Max und Therese Apfelbacher seit 1980 bewirtschaftete Biohof. Die Gründer, beide studierte Agrarbiologen, verschrieben sich schon früh dem Bio-Landbau. Dementsprechend tragen die meisten im Hofladen verkauften Lebensmittel das Bioland- oder Demeter-Siegel. Das Angebot an auf 20 Hektar selbst erzeugten Obst und Gemüse passt sich den Jahreszeiten an: Zurzeit zum Beispiel Radieschen und Petersilie, Salat oder Rhabarber, demnächst kommen Erdbeeren dazu – wer’s detailliert wissen will, kann auf die Homepage schauen.

Wer es ganz frisch haben will und ein wenig Erde unter den Fingernägeln nicht scheut, kann ab Mitte Mai in den Gewächshäusern und auf den Felder auch selbst ernten, was später in den Kochtopf oder ins Marmeladenglas soll. Auch Hobby-Erzeuger finden eine große Auswahl an Kulturpflanzen für Garten und Balkon. Ein weitläufiger, gerade erst aufwendig neu gestalteter Obst- und Gemüsegarten lädt zum Flanieren, Entspannen, Schauen und Riechen ein. 

Apfelbacher, Tombergstraße 1, 53332 Bornheim, Telefon 02222-9271618. Öffnungszeiten: montags bis freitags 9 bis 19 Uhr, samstags 9 bis 14 Uhr

 Bornheim, Gemüsehof Steiger: Inmitten der eigenen Felder und Gewächshäuser, die sich auf 17 Hektar etwas außerhalb von Bornheim-Waldorf erstrecken, liegt etwas versteckt der Gemüsehof Steiger. Große Hinweisschilder sind nicht nötig, seit 20 Jahren kennen die Kunden von Seniorchef Karl-Heinz Steiger den Weg in den Hofladen. Wer zu rechten Zeit kommt, kann einen Teil des 1400 Schnäbel starken Hühnerhaufens sehen, der draußen auf der Wiese pickt und scharrt und im Gegenzug zuverlässig frische Eiern liefert. 40 bis 50 Gemüsesorten bauen die Steiger-Gärtner nach kontrolliert-integrierter Methode über das Jahr an.

Soeben hat mit zweiwöchiger Verspätung wegen des kalten Aprils die Erdbeerzeit begonnen. Auch neue Kartoffeln und Spargel, Pastinaken, Petersilienwurzel oder Radieschen gibt es schon. Einen Überblick über das, was gerade aus eigener Ernte im Laden in den Gemüsekisten liegt, können sich die Kunden mit dem übersichtlichen Saisonkalender auf der Webseite des Hofs verschaffen. Auch selbst Hand anlegen ist erlaubt: mit einem Selbsternte-Abo für 26 Gemüsekisten pro Saison.

Gemüsehof Steiger, Dahlienstr. 100, 53332 Bornheim, Telefon 02227-4343, Öffnungszeiten: dienstags bis freitags 8.30 bis 13.15 und 13.30 bis 18.30, samstags 8.30 bis 13 Uhr

 Hennef-Süchterscheid, Naturkostladen Hüsgen: In der kleinen und ländlich geprägten Ortschaft der Stadt Hennef, unweit der L268 liegt der Biohof der Familie Hüsgen. Frisches Bio-Gemüse und Bio-Obst aus der Region und eigenem Anbau, frische Bio-Eier, Brot einer Hennefer Biobäckerei und dazu einige Bioartikel und aus der Gärtnerei wie Jungpflanzen und Setzlinge werden in dem Hofladen veräußert. Zudem liefert der Familienbetrieb zusammengestellte Gemüsekisten bis vor die Tür.

Naturkostladen Hüsgen, An der Sandkaule 15, 53773 Hennef-Süchterscheid, Telefon 02248-1795. Öffnungszeiten: montags 11 bis 13 Uhr und 14 bis 18.30 Uhr, dienstags, mittwochs und freitags 9 bis 13 Uhr und 14 bis 18.30 Uhr, samstags 8.30 bis 13 Uhr. Donnerstags und sonntags ist der Laden geschlossen.

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