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Frisch entdeckt: Das bietet das Restaurant „Ruland“ in Altenahr

Frisch entdeckt : Das bietet das Restaurant „Ruland“ in Altenahr

Andreas Carnott hat das Hotel und Restaurant „Ruland“ nach der Zerstörung durch die Flut neu aufgebaut. In ländlich-elegantem Stil serviert er rheinische Klassiker und Fischspezialitäten neben regionalem Wein.

Zurück in ländlich-elegantem Stil

„Verdruss muss weichen, Kampfgeist hat sich durchgesetzt“, so begrüßt Andreas Carnott seine Gäste in Hotel und Restaurant Ruland in Altenahr. Wer die Anlage mit Haupthaus und Brunnenhaus kennt, wird schon bei der Fahrt auf den Parkplatz überrascht sein: Die Flut im vergangenen Jahr hat den kompletten Außenbereich, aber auch Küche, Restaurant und einen Teil des anliegenden Hotels zerstört. Deshalb sind Biergarten – der sich hier Weingarten nennt –, Parkplätze und Garten komplett neugestaltet. Auch alle Innenräume des Restaurants und die teure Küche musste der 52-Jährige gelernte Koch nach der Flut in den Rohbau zurückversetzen.

Der Wille und die Kraft weiterzumachen, kam vor allem von zweien der drei Söhne. Drei oder vier Wochen nach der Flut hätten sie gemeinsam beschlossen wiederaufzubauen. Obwohl die neuen Räumlichkeiten mit viel Echtholzverkleidung aus Eiche und erdigen Tönen von beige bis blassrosa sehr edel wirken, ist dem Wirt ganz wichtig, dass weiterhin jeder im Ruland willkommen sei. Gerade in der Kaminlounge und im Thekenbereich könne man auch weiterhin nur für einen Drink vorbeischauen. Den Stil des Neubaus, gestaltet unter Aufsicht des Bad Neuenahrer Architekten Hans Jürgen Mertens, bezeichnet Carnott als „ländlich elegant“.

150 Personen finden im Gartenrestaurant, im Raum Burg Are, auf der überdachten Gartenterrasse mit Allwettermarkise und in der Kaminlounge Platz. Serviert werden im Traditionshaus von 1862 „heimisch-ländliche Küche“. „Wir bewegen uns hier durchaus auf Sterne-Niveau, wollen aber auf jeden Fall, dass eine lockere Atmosphäre erhalten bleibt“, so Carnott. Zusammen mit fünf weiteren Köchen, darunter Chefkoch Kevin Heiling, bewirtet er die Gäste an 365 Abenden im Jahr.

Rheinische Klassiker wie Sauerbraten sind ebenso beliebt wie die Spezialitäten des Hauses: Ahrtaler Fischsuppe mit einer Rouille, Rulands Fischvariationen oder die beliebten Leckereien von der Etagere. Die Produkte sind alle frisch und kommen vielfach aus der Region. Bald startet die Wild-Saison. Im Ruland wird dann nur Fleisch aus privaten Jagden zwischen Altenahr und Nürburg verarbeitet. Ein weiteres Novum seit der Neueröffnung: „Teil unseres Konzepts ist, dass wir sehr nah am Gast dran sind: Wir tranchieren oder filetieren beispielsweise am Tisch.“

Die Karte wechselt meist wöchentlich. Das Menü für zwei Personen mit Weinbegleitung gibt es für 95 Euro, aktuell wahlweise mit einer ganzen Lachsforelle Müllerin Art und Petersilienkartoffeln oder einem Maishähnchen mit Zitrone mariniert. Vorspeisen, wie sechs gratinierte Weinbergschnecken starten bei 9,50 Euro. Das vegetarische Hauptgericht gibt es für 21 Euro, ein Wiener Schnitzel vom „fröhlichen Eifel-Kalb“ liegt bei 29 Euro.

Daneben erwartet die Kunden eine umfangreiche Weinkarte mit Schwerpunkt auf deutschen Weinen, vor allem Weinen von der Ahr. Auch Spirituosen und diverse Aperitif hält die Karte bereit, darunter 16 Whiskeys.

Info: Restaurant Ruland, Brückenstr. 6, 53505 Altenahr, Tel. (02643) 83 18,
www.hotel-ruland.de. Geöffnet an 365 Tagen im Jahr. Mo-Do ab 16h, Fr 12-14.30h und ab 17h, Sa-So durchgehend ab 12h