Infos der Uniklinik Bonn Eierstockkrebs: Eine stille Gefahr

Bonn · Beim nächsten Patientenkolloquium des Universitätsklinikums Bonn geht es um Tumore der Eierstöcke. Sie werden oft erst spät entdeckt – aber auch dann gibt es Möglichkeiten, um den Patientinnen zu helfen

    Modell der Gebärmutter mit Eierstöcken:   Tumore dort wachsen oft schnell und streuen in den Bauchraum

Modell der Gebärmutter mit Eierstöcken: Tumore dort wachsen oft schnell und streuen in den Bauchraum

Foto: Rolf Müller/UKB

Es ist eine vergleichsweise seltene Erkrankung: In Deutschland erhalten pro Jahr rund 7400 Frauen die Diagnose Eierstockkrebs. Zugleich weisen bösartige Wucherungen der Ovarien unter den gynäkologischen Krebserkrankungen die höchste Sterblichkeitsrate auf. Denn Eierstockkrebs bleibt oft lange Zeit „stumm“. Er macht sich nicht durch typische Symptome bemerkbar, die bereits im Frühstadium auf die Erkrankung hinweisen könnten. Das liegt daran, dass Tumore dieser inneren Geschlechtsorgane sich zunächst ohne Widerstand ins Peritoneum (die Bauchhöhle) ausbreiten können. Erst wenn andere Organe in Mitleidenschaft gezogen werden, treten Beschwerden auf. So weisen 80 Prozent der Patientinnen zum Zeitpunkt der Diagnose schon peritoneale Metastasen auf. Und Untersuchungen zur Früherkennung wie beim Mammakarzinom (Brustkrebs) oder beim Zervixkarzinom (Gebärmutterhalskrebs) gibt es nicht.