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Ausfall wegen Corona: Rückerstattung oder Gutschein möglich?

Rückerstattungen im „Lockdown light“ : Wann Kunden einen Gutschein akzeptieren müssen

Mit dem Lockdown light hagelte es in der zweiten Jahreshälfte wieder Absagen von Veranstaltungen, Reisen oder Kursen. Und wer eine Leistung nicht erhält, der muss dafür auch nicht zahlen. Wir erklären hier, welche Regelungen im Detail gelten.

Hat jemand bereits für eine Leistung gezahlt, kann diese aber aufgrund der aktuell geltenden Corona-Schutzverordnung nicht wahrnehmen, hat er Anspruch auf eine Rückerstattung. Das stellen Rechtsexperten des Versicherers Arag klar. Allerdings gibt es eine Ausnahme. Wurde ein Ticket für eine Veranstaltung nämlich vor dem 8. März gebucht, verfällt dieser Anspruch und Kunden müssen stattdessen einen Gutschein akzeptieren. Geld zurück gibt es aber in jedem Fall, wenn die Veranstaltung bis zum 31. Dezember 2021 nicht nachgeholt werden kann.

Gebuchte Reisen stornieren

Leicht anders verhält es sich bei Reisebuchungen, die vor dem 8. März vorgenommen wurden. Hier ist es Veranstaltern möglich, dem Kunden einen Gutschein anzubieten und die Reise bis Ende 2021 nachzuholen. Gelingt das nicht, müssen die Kosten erstattet werden. Besteht der Kunde jedoch sofort auf eine Auszahlung, muss diese auch umgehend getätigt werden.

Individueller Ersatz für Verträge

Bei Verträgen und Abonnements, die aufgrund der Corona-Pandemie nicht erfüllt werden können, empfehlen die Arag-Experten das persönliche Gespräch. Eine Erstattung ist grundsätzlich notwendig, doch die Form könne individuell ausfallen, zum Beispiel als Gutschein für eine Trainingseinheit, Schnupperstunde für Freunde oder kostenfreie Verlängerung für die Zeit der corona-bedingten Schließung.