Zum Studienbeginn : So kann die WG-Suche gelingen

Viele Studierende beginnen auch in diesem Jahr ein Studium in Bonn und der Region und sind dafür auf der Suche nach einer Wohngemeinschaft. Ein paar Tipps, wie die WG-Suche gelingen kann.

Im September und Oktober beginnt an den Hochschulen in Bonn und der Region das Wintersemester 2020/21. Auch in diesem Jahr sind wieder unzählige Studierende auf Wohnungssuche. Wenn das Budget für eine eigene Wohnung nicht reicht, ein Studierendenwohnheim aber auch nicht das Richtige ist, können Wohngemeinschaften (WG) eine Alternative sein. Doch wie findet man eine WG und auf was sollte man achten?

Die Kosten

Bei der Wohnungssuche kommt es meist erst einmal auf die Kosten an. Zunächst ist es sinnvoll, dass Studierende wissen, was ihre festen monatlichen Ausgaben sind und welches Budget sie darüber hinaus für eine Wohnung zur Verfügung haben. Ist das klar, sollten alle Kosten der Wohnung beachtet und verglichen werden. Hierzu kann zunächst einmal der Mietspiegel einer Gegend hinzugezogen werden. Dabei werden die Mieten und Quadratmeterpreise dieser Gegend verglichen. Auf der Internetseite der Stadt Bonn kann dieser eingesehen und berechnet werden. Oft sind größere Wohngemeinschaften günstiger als kleinere, da der Quadratmeterpreis sinkt, je mehr Quadratmeter zur Verfügung stehen.

Die allgemeinen Kosten einer Wohnung unterteilen sich in die Kaltmiete und die Nebenkosten für Wasser, Heizung und Strom. Darüber hinaus kommen oft noch Kosten für die Telekommunikation, sprich Internet und gegebenenfalls Telefon hinzu. Dazu kommt meist beim Einzug noch eine einmalige Kaution oben drauf. Es lohnt sich, die Mietkosten außerhalb und innerhalb der Stadt zu vergleichen und die jeweiligen Fahrtkosten hinzuziehen. Oft wirken Wohngemeinschaften außerhalb günstiger. Rechnet man dann aber die Kosten für ein Auto oder den ÖPNV mit ein, kann es sein, dass es keine wirkliche Ersparnis gibt.

Die Suche

Wenn das Budget geklärt ist, beginnt die WG-Suche. Doch wo sucht man am besten? Im Internet findet man über gängige Suchmaschinen schnell auf WG-Zimmer spezialisierte Seiten, auf denen Mitbewohner gesucht werden oder WG-Suchende selbst eine Anzeige aufgeben können. Hier kann das Aktivieren eines Mail-Alerts sinnvoll sein, damit Suchende direkt benachrichtigt werden, wenn eine für sie interessante Wohnung auf dem Markt angeboten wird.

Auch in den sozialen Netzwerken ist eine WG-Suche möglich. Dort gibt es verschiedene Gruppen in denen standortbezogen Zimmer angeboten und Mitbewohner gesucht werden. Auch hier ist es oft möglich, eine eigene Anzeige zur Suche aufzugeben oder sich direkt aktiv zu bewerben.

Außerhalb des Internets gibt es an den Universitäten und Hochschulen oft ein Schwarzes Brett, an dem auch freie WG-Zimmer angeboten werden. Darüber hinaus kann Mundpropaganda bei der Suche helfen. Eine Möglichkeit wäre, sich mit Freunden auszutauschen und diese zu bitten, den eigenen Aufruf zu teilen und sich zu melden, falls diese hören, dass ein Zimmer in einer WG frei ist. Oft ist es Studierenden lieber, einen Freundesfreund einziehen zu lassen als jemand Fremden. Im Zuge dessen sollten sich Suchende überlegen, ob sie eine reine Zweck-WG suchen oder ob innerhalb der WG auch ein freundschaftliches Verhältnis entstehen soll. Sind die Vermietenden an einer freundschaftlichen WG interessiert, kann das für Menschen, die wenig Kontakt zu anderen suchen, anstrengend sein und anders herum.

Der erste Eindruck

Oftmals kommt es vor der Vermietung zu einer Art Mitbewohner-Casting. Ähnlich wie bei einer beruflichen Bewerbung schauen die bisherigen WG-Mitglieder, ob der WG-Suchende zu ihnen passen könnte und anders herum. Hierbei ist es wichtig, etwas von sich zu erzählen und sich nicht nur auf die räumlichen Gegebenheiten zu beschränken. Gerade wenn ein freundschaftliches Verhältnis in einer WG gepflegt werden soll, sollte eine Sympathie auf beiden Seiten bestehen.

Der Mietvertrag

Ist eine WG gefunden, sollte der Mietvertrag geprüft werden. Hierbei ist zu beachten, wer als Vermieter eingetragen ist. Oft ist der Eigentümer der Wohnung nicht der Hauptvermieter. Das kann die Konsequenz mit sich bringen, dass bei einem Auszug des Zwischenvermieters auch die anderen Mietverträge ungültig werden und eine Kündigung droht.