Kritik von Experten aus der Region Warum Kirschlorbeer weitgehend nutzlos ist

Region · Nachdem die Schweiz offensiv gegen die verbreitete Heckenpflanze vorgeht, teilen nun auch Fachleute aus der Bonner Region die Bedenken.

 Eine Kirschlorbeer-Hecke in einem Garten im Rhein-Sieg-Kreis: Blätter und Samen sind giftig, die Pflanze gilt weitgehend als nutzlos

Eine Kirschlorbeer-Hecke in einem Garten im Rhein-Sieg-Kreis: Blätter und Samen sind giftig, die Pflanze gilt weitgehend als nutzlos

Foto: Axel Vogel

Kirschlorbeer ist für Gartenbesitzer eine preiswerte Möglichkeit, sich „immergrün abzuschirmen“. Das sind die Erfahrungswerte von Mathias Forster, Geschäftsführer eines gleichnamigen Landschafts- und Gartenbaubetriebes aus Alfter: „Diese Pflanzen werden in Anzuchtbetrieben in großen Stückzahlen kultiviert und hauptsächlich über Baumärkte und Discounter vermarktet.“ Was er bedauert: „Hierbei findet selten eine fachliche Beratung statt, die Alternativen aufzeigt.“ Denn Naturschutzverbände wie insbesondere der Nabu sehen den Kirschlorbeer bereits seit Jahren kritisch. Vor allem deshalb, weil die eigentlich hierzulande nicht heimische Pflanze beispielsweise wenig Mehrwert für die Natur habe und sich zudem auch noch stark verbreite.