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Kleine Fliegen in Pflanzen: Was hilft gegen Trauermücken?

Trauermücke : Was gegen lästige, kleine Fliegen in Balkonpflanzen hilft

Viele Hobbygärtner dürften es kennen: Kleine Fliegen im Blumenkasten. Oft handelt es sich dabei um Trauermücken. Die Tiere schaden den Pflanzen zwar nicht, sind aber oft nervig. Wie Sie die Tierchen am besten loswerden.

Oft tauchen sie bei Zimmerpflanzen oder auch im Blumenkasten auf dem Balkon auf, und meist in großer Anzahl: Trauermücken. Die kleinen Fliegen schaden den Pflanzen eigentlich nicht, aber viele Pflanzenbesitzer finden die Tiere lästig.

„In der Regel sind sie Anzeiger für zu häufiges Gießen, die Wurzeln der Pflanze faulen durch Staunässe“, erklärt Corinna Hölzel vom Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland.

„In nassen, faulenden Wurzelballen finden die Larven der Trauermücke geeigneten Lebensraum“. Es kann also helfen, die Erde stark abtrocknen zu lassen. „Die beste Methode gegen Trauermücken ist, weniger zu gießen“, so die Expertin.

Was gegen einen starken Befall der kleinen Fliegen hilft

Bei einem starken Befall rät Hölzel, die Pflanze umzutopfen und die alte Erde weitgehend zu entfernen. Auch eine Schicht Sand auf der Erde kann helfen. Sie erschwert den Tieren das Eindringen zur Eiablage, erklärt Hölzel. „Wenn das nicht hilft, können Trauermücken auch mit Gelbstickern gefangen werden.“

Die gelben Kärtchen werden in die Erde gesteckt und locken die Fliegen durch ihre Farbe an. Die Tiere bleiben dann auf der klebrigen Oberfläche kleben.

Mögliche Nützlinge sind Nematoden. Sie fressen die Larven der Trauermücken, erklärt Hölzel. Hobbygärtner finden sie im Fachhandel. Sie können die Nematoden dann mit dem Gießwasser auf die Pflanze ausbringen.

„Gesunde, robuste Pflanzen am richtigen Standort sind widerstandsfähiger und werden seltener von Schadinsekten oder Krankheiten befallen als geschwächte Gewächse“, so Hölzel.

Es lohnt sich also, schon beim Kauf darauf zu achten, dass die Pflanze gesund aussieht. Beim Einpflanzen oder Einsäen sollte man zudem den passenden Standort für die jeweilige Pflanze suchen.

© dpa-infocom, dpa:210505-99-477476/6

(dpa)