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„Onkel Wackelflügel“ wird 100 Jahre alt

„Onkel Wackelflügel“ wird 100 Jahre alt

Wenn das Flugzeug mit den Flügen wackelte, wussten die Kinder in der Stadt Berlin vor ungefähr 70 Jahren: Gleich gibt es Süßigkeiten! Denn das war das Zeichen, dass Schokolade und Kaugummis abgeworfen wurden.

Der Pilot war der Amerikaner Gail Halvorsen. Die Kinder nannten ihn deswegen „Onkel Wackelflügel“.

Die Stadt Berlin war damals aufgeteilt: Den Ostteil kontrollierte die Sowjetunion, zu der auch Russland gehörte. Im Westteil hatten die Länder USA, Frankreich und Großbritannien die Kontrolle. Als es zum Streit kam, blockierte die Sowjetunion den Zugang zum Westteil. Damit niemand dort verhungerte, schickten Briten und US-Amerikaner Flieger in die Stadt und brachten den Menschen Essen.

Einer der Piloten war „Onkel Wackelflügel“. Er kam auf die Idee, auch Süßes für die Kinder mitzunehmen. Wenige Jahre vorher hatten US-Amerikaner im Zweiten Weltkrieg noch gegen Deutsche gekämpft. Jetzt halfen sie den Berlinern. Am Samstag wird „Onkel Wackelflügel“ 100 Jahre alt. An Berlin und Deutschland erinnert er sich immer noch gerne.

(dpa)