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Grasmilben in Bonn: Was man gegen Bisse tun kann und wie man sich schützt

Lästige Gefahr auf der Wiese : Woran man die Bisse von Grasmilben erkennt und was man tun kann

Nicht nur Stechmücken und Zecken sind im Sommer lästige Begleiter. Auch die Grasmilbe kann fiese Bisse verursachen, die besonders lange jucken. Auch in Bonn und der Region kommt die Milbe vor. Wo die Gefahr lauert und was man gegen die Bisse tun kann.

Wenn die Temperaturen steigen und draußen alles blüht, haben all die Tiere Saison, die uns lästige Bisse und Stiche bescheren können. Während Mückenstiche meist recht schnell wieder abklingen, gibt es ein winziges Tierchen, das noch unangenehmere Quaddeln verursachen kann: die Grasmilbe. Auch in Bonn und der Region kommt die Milbe vor und lauert oft im heimischen Garten.

Woran erkennt man die Bisse der Grasmilbe?

Im Gegensatz zu den Stichen einer Mücke können die Bisse der Grasmilbe zwei Wochen lang Juckreiz verursachen - und sind oftmals auch genauso lange auf der Haut sichtbar. Den Biss einer Grasmilbe erkennt man meist daran, dass die Haut gerötet ist, juckt, und sich kleine Quaddeln bilden. Typisch sind viele kleine Bisse nebeneinander. "Der Juckreiz ist immens und übertrifft bei Weitem den eines Mückenstichs, obwohl die Pusteln eigentlich viel harmloser aussehen", schildert eine betroffene Bonnerin die Bisse.

Anders als bei einem Mückenstich sei das Jucken kaum in den Griff zu kriegen. „Die üblichen Gels gegen Mückenstiche zeigen eine begrenzte Wirkung", meint die Bonnerin. Gerade wenn es warm ist, helfe allenfalls eine kühle Dusche, um zeitweilige Linderung zu schaffen. Der Juckreiz kehrt meist zurück, sobald sich die Haut in der Sonne oder im Schlaf erwärmt. Wer empfindliche Haut hat oder an den betroffenen Stellen kratzt, bei dem können sich die Bisse auch zu nässenden Wunden ausbilden.

Steckbrief: Grasmilbe

Grasmilben zählen zu den Spinnentieren und werden bis zu zwei Millimeter groß. Sie leben im Boden und legen ihre Eier im Gras ab. Im Sommer schlüpfen dann die Larven, die auf ihrer Suche nach Nahrung sowohl Menschen als auch Tiere beißen. Besonders fies ist dabei, dass die Larven so klein sind, dass man sie auf der Haut meist gar nicht sieht. Mit ihren Mundwerkzeugen dringen sie dann in die Haut ein und saugen teils einige Stunden lang Zellsäfte und Lymphe des Betroffenen. Danach verlassen sie den Körper ihres Wirts wieder. Den Juckreiz verursacht das Sekret, das die Milbe in die Haut absondert. Besonders aktiv sind die Tiere von Juni bis Oktober. Grasmilben gelten generell aber nicht als gefährlich, da sie - anders als zum Beispiel Zecken - keine Krankheiten übertragen.

Juckreiz: Was kann man gegen die Bisse tun?

Es komme immer mal wieder vor, dass Kunden über juckende Bisse der Grasmilbe klagen und sich Rat in der Apotheke holen, sagt eine Mitarbeiterin der Apotheke im Medizinischen Zentrum in Bonn. Sie empfiehlt dann Anti-Histaminika zum Auftragen auf die Haut oder auch Kortison-Salben, die in schwereren Fällen helfen. Auch ein heißer Löffel, der kurz auf die betroffene Stelle gedrückt wird, kann Linderung schaffen. Sobald man die Bisse bemerkt, sollten die Hautflächen außerdem desinfiziert werden. Wer sehr stark auf die Bisse reagiert, sollte sich an einen Arzt wenden. Aufgekratzt werden sollten die Stellen auf keinen Fall, da es dann zu Entzündungen kommen kann.

Wie kann man sich vor Grasmilben schützen?

Da die Milben meist auf die Haut gelangen, während man über eine Wiese läuft, kann lange Kleidung helfen, die Tiere abzuhalten. Auch Anti-Mücken-Sprays können Milben abhalten.

Was hilft gegen Grasmilben im eigenen Garten?

Da die Larven der Grasmilbe meist auf den Spitzen der Grashalme sitzen, kann es helfen, den Rasen regelmäßig zu kürzen und den Grünschnitt außerhalb der Rasenfläche zu entsorgen beziehungsweise zu kompostieren. Da es Grasmilben gerne warm und trocken mögen, kann es außerdem helfen, den Rasen regelmäßig zu bewässern.

Sind auch Haustiere von Grasmilben betroffen?

Die Larven der Grasmilbe haben es nicht nur auf Menschen, sondern auch auf Tiere wie zum Beispiel Hunde und Katzen abgesehen. Auch Haustiere können mit speziellen Sprays gegen Insekten vor Bissen und Stichen geschützt werden. Ist ein Tier besonders stark von den Bissen betroffen, kann der Besuch beim Tierarzt ratsam sein.