„Die kleinen Dinge regieren die Welt“ So bringen invasive Arten das Ökosystem aus dem Gleichgewicht

Bonn · Invasive Arten schwächen die biologische Vielfalt vor Ort. In Deutschland entwickelt sich etwa der Waschbär zum Problembär. Dabei sind die Beziehungen zwischen Pflanzen und Tieren in einem Ökosystem längst noch nicht alle entschlüsselt. Manchmal gibt es auch faustdicke Überraschungen – etwa, wenn eingewanderte Ameisen Löwen zu einer neuen Speisekarte zwingen.

Der Waschbär ist ein Kulturfolger  und Allesfresser. Er bedroht Kiebitze und Sumpfschildkröten, indem er deren Eier raubt.

Der Waschbär ist ein Kulturfolger und Allesfresser. Er bedroht Kiebitze und Sumpfschildkröten, indem er deren Eier raubt.

Foto: picture-alliance / dpa/Patrick_Seeger

Der Waschbär sieht putzig aus, ist aber alles andere als das. Der Allesfresser hat zudem – sobald ausgewachsen – in Deutschland keine natürlichen Feinde. Eigentlich ist er flächendeckend zwischen Südkanada und Panama zu Hause. Eigentlich. Aber inzwischen nennt sich Kassel „Europas Hauptstadt der Waschbären“, und mit der Lupe betrachtet gibt es zwischen Hessen, NRW und Niedersachsen kaum noch waschbärfreie Zonen. Auch in Bonn beidseits des Rheins kündigt sich da etwas an, auf der Beueler Seite mehr als linksrheinisch. Noch ist es nur ein Problemchen.