1. Region
  2. Ahr & Rhein

Grafschaft unterstützt Nachbarkommunen: 25 winterfeste Mobilheime in Ringen

Grafschaft unterstützt Nachbarkommunen : 25 winterfeste Mobilheime in Ringen

Grafschafter Hauptausschuss plant weitere millionenschwere Hilfen für die Nachbarkommunen. Dazu gehören mobile Heime im Neubaugebiet Kreuzerfeld Ii in Ringen auch die Unterbringung von Schulen, zum Beispiel auf dem Bolzplatz in Gelsdorf.

Bei der Flutkatastrophe Mitte Juli ist die Gemeinde Grafschaft vergleichsweise glimpflich davongekommen, doch das Schicksal der Nachbarkommunen lässt die Grafschafter Kommunalpolitiker –  allen voran Bürgermeister Achim Juchem (CDU) – nicht unberührt. Bereits kurz nach der Flutnacht hatte der Gemeinderat beschlossen, mehrere provisorische Kindergärten für die Kinder aus den betroffenen Ortschaften anzuschaffen und die beiden Rettungswachen aus der Kreisstadt und aus Altenahr vorübergehend in Ringen und Gelsdorf zu beherbergen. Der Hauptausschuss ging jetzt sogar noch einen Schritt weiter und brachte als weiteres Zeichen der Solidarität den Bau von 25 winterfesten Notunterkünften im Ringener Neubaugebiet „Kreuzerfeld II“ auf den Weg.

Ein Planungsbüro aus Koblenz soll zunächst die Verkehrserschließung des gesamten Neubaugebietes „Kreuzerfeld II“ für knapp 172 000 Euro planen, anschließend sollen auf einer gemeindeeigenen Fläche Grundstücke für etwa zwei Dutzend Mobilheime vorbereitet werden. Die Finanzierung hat der Goldbären-Produzent zugesagt.

25 Mobilheime im Ringener Neubaugebiet „Kreuzerfeld II“

Ebenfalls erfreulich: „Der Hersteller der Tiny-Häuser hat einen Sonderpreis für die Flutopfer gewährt“, so Juchem. Die Kosten pro Mobilheim belaufen sich demnach auf 50 000 Euro, insgesamt also 1,25 Millionen Euro. Dazu kommen noch die Hausanschlüsse, während die Möbel bereits im Preis inbegriffen sind. Die Gemeinde werde voraussichtlich nicht auf den Erschließungskosten sitzen bleibt, glaubt Juchem und ist zuversichtlich: „Wir bekommt das Geld als Spende wieder.“ Die Mieten für die künftigen Bewohner der Tiny-Häuser will man so niedrig wie möglich halten, zudem soll für die Energie ein fixer Abschlag erhoben werden.

Grundschule Altenburg und die Regionale Schule Altenburg ziehen in Containeranlage auf dem Bolzplatz in Gelsdorf

Damit nicht genug, stehen auch noch Containerbauten für Schulen aus den vom Hochwasser betroffenen Kommunen auf der Agenda der Grafschaft. Bereits Anfang August hätten sich die betroffenen Schulen mit dem Mainzer Bildungsministerium, der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion, der Kreisverwaltung und den Kommunen über Möglichkeiten der ortsnahen Unterbringung für die Zeit der Reparaturarbeiten ausgetauscht, berichtete der Bürgermeister. Die Grafschaft jedoch sei bereits einen Schritt weiter und habe schon die Weichen gestellt. So sollen die Grundschule Altenburg und die Regionale Schule Altenburg eine gemeinsame Containeranlage auf dem Bolzplatz gegenüber der Grundschule Gelsdorf nutzen, die bereits in Auftrag gegeben ist. Die Bagger für die Erdarbeiten sind im Einsatz, der formelle Auftrag seitens der Verbandsgemeinde Altenahr sei mittlerweile ebenfalls erfolgt.