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Ahrweinmesse in Bad Neuenahr: Das sind die Highlights

In Bad Neuenahr : Das sind die Highlights der Ahrweinmesse

Gut besucht war die Ahrwein-Messe im Bad Neuenahrer Kurhaus. Die angereisten Weinfreunde waren neugierig auf neue Produkte. Beim Probieren und Diskutieren entwickelte sich eine heitere und entspannte Atmosphäre.

Über guten Besuch und interessierte Gäste freuten sich Winzer und Mitarbeiter der Genossenschaften bei der fünften Ahrweinmesse im Kurhaussaal in Bad Neuenahr. „Früher gab es keine Veranstaltung an der Ahr, an der sich alle Betriebe beteiligen konnten“, beschreibt Organisator Michael Lang vom Ahrweindepot am Ahrweiler Marktplatz die Beobachtung, die ihn veranlasst hatte, die Präsentation in die Wege zu leiten. Der Publikumszustrom gab ihm jetzt recht.

Wie bei allen Weinpräsentationen an der Ahr entwickelte sich beim Probieren und Diskutieren eine heitere, entspannte Atmosphäre. Die Winzer stellten ihre Produkte ins rechte Licht, und die Messebesucher schmeckten den Tropfen genussvoll und sachkundig nach. Schön war, dass Betriebe mit großen und bekannten Namen wie eine Reihe von VDP-Mitgliedern der Ahr, so die Weingüter Jean Stodden, Kreuzberg und Meyer-Näkel, ihre Stände neben kleineren und weniger bekannten Weingütern aufgestellt hatten. Als Gäste waren außerdem Winzer von Rhein und Nahe mit von der Partie.

„Die Besucher sind neugierig und am Wein interessiert“, hatte Nikolaus Josten vom Mönchberger Hof in Mayschoß schnell festgestellt. Zu seiner Freude waren viele jüngere Gäste gekommen. Sein Weingut ist von Anfang an dabei, er hat gemerkt, dass der Mönchberger Hof auf die Weise neue Kunden gewinnen konnte. Zum Stamm bei der Ahrweinmesse gehört das Weingut Sonnenberg aus Bad Neuenahr. Die Anbieter freuen sich, hier Verbraucher und Einkäufer für gastronomische Betriebe gleichzeitig zu erreichen.

Bio kein Verkaufsargument in der Gastronomie

Zu den Gastronomen, die sich einen Eindruck vom Angebot machen wollten, gehört Jacob Carnott vom Hotel Ruland in Altenahr, der am Stand der Maibachfarm Bio-Weine probiert. „Es ist mal etwas anderes“, sagt er, weist aber darauf hin, dass Gäste im Restaurant Weine nach Namen der Winzer bestellen. Bio sei kein Verkaufsargument in der Gastronomie, sagt er. Ein anderer Gast stellt fest: „Bio ist für mich nicht relevant, ich habe dem gegenüber aber auch keine Vorbehalte, die Qualität ist für mich entscheidend.“

Das hat auch Thomas Schooß vom Walporzheimer Weingut Kriechel erfahren: „Die Gäste interessieren sich sehr für unsere Qualitätsstufen, außerdem wollen sie den Unterschied zwischen Früh- und Spätburgunder kennenlernen.“ Bekanntes und auch viel neues Publikum hat Benno Wagner vom Dernauer Weingut Kreuzberg ausgemacht.

Adolf Schreiner aus Rech freut sich über den Anklang auf seinen Wein aus der alten Rebe der Ahr, der Kastenholzrebe, mittlerweile eine Besonderheit im Anbaugebiet. Am Stand des Weinguts Alfons Hostert aus Rech erfreut sich der Frühburgunder besonderer Beliebtheit. Beim Weingut Stark-Linden stehen helle Sorten im Fokus. Wohl fühlt sich VDP-Winzer Thomas Nelles im Kreis so vieler Kollegen aus dem gesamten Anbaugebiet. „Ich stelle mich gern in den Kreis der Kollegen und halte die Fahne hoch für den Ahrwein“, begründet er sei Engagement.

In höchstem Grade angetan vom Ambiente im Kurhaussaal zeigt sich Andreas Weiter von der Weinmanufaktur Walporzheim. „Ich bin von der Messe in dem alten Grand-Hotel begeistert“, sagt er. „Hochwertige Weine müssen in einem hochwertigen Ambiente präsentiert werden.“