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Bildung im Ahrtal: Altenahr macht Schulen fit für digitalen Unterricht

Bildung im Ahrtal : Altenahr macht Schulen fit für digitalen Unterricht

Früher war die schlechte Internetverbindung in den Schulen ein Problem. Jetzt haben alle Schulen der Verbandsgemeinde Altenahr Zugang zu ausreichender Bandbreite, und die Freischaltung der schnellen Datenautobahn steht unmittelbar bevor. Das berichet Verbandsbürgermeisterin Cornelia Weigand.

Die digitale Ausstattung der Schulen in der Verbandsgemeinde Altenahr ist weit fortgeschritten. In den Jahren 2016 bis 2018 wurden für rund 59 000 Euro alle Klassen der Ahrtalschule sowie der Grundschulen Ahrbrück, Altenahr und Dernau mit Kurzdistanzbeamern ausgestattet. Parallel wurden zwischen 2016 und 2020 für 75 000 Euro iPads mit Zubehör angeschafft. Aktuell befinden sich 176 iPads, 37 Beamer sowie 80 PCs im Einsatz, und alle Schulen verfügen über ein aktuelles Medienkonzept.

Nach erfolgreicher Bewerbung erhielt die Ahrtalschule bereits 2016 einen Zuschuss von 25 000 Euro aus dem Landesprojekt „Medienkompetenz macht Schule“. Dem Beispiel folgten 2018 die Grundschulen. Für sie belief sich der Zuschuss auf jeweils 7500 Euro. Abzüglich dieser Zuschüsse hat die VG Altenahr somit in den vergangenen Jahren rund 86 500 Euro in die digitale Ausstattung der Schulen investiert. Diese Zahlen nannte Bürgermeisterin Cornelia Weigand.

„Digitaler Unterricht findet schon seit einigen Jahren an unseren Schulen statt“, betont Weigand. „In der Vergangenheit war allerdings die schlechte Internetverbindung in den Schulen ein Problem. Jetzt haben alle Schulen Zugang zu ausreichender Bandbreite, und die Freischaltung der schnellen Datenautobahn steht unmittelbar bevor.“

Förderung aus dem Digitalpakt Schule

Aus dem Digitalpakt Schule erhält die Verbandsgemeinde zusätzlich eine Förderung von 246 473 Euro. Da bereits frühzeitig in digitale Ausstattung für die Schüler investiert wurde, sollen diese Gelder zunächst überwiegend für den Aufbau und die Erweiterung der digitalen Vernetzung der Schulen eingesetzt werden. Alle Netzwerkleitungen oder Serverschränke sollen dem neuesten Stand entsprechen. Jede Klasse erhält einen Access Point für die Verteilung des WLAN-Signals. „Damit wird der digitale Unterricht nicht nur in den Gebäuden, sondern auch in den Außenbereichen zumindest technisch zum Kinderspiel“, so Weigand.

Die Corona-Krise zeige, wie wichtig die Möglichkeit des digitalen Unterrichts von zu Hause sei. Aus diesem Grund habe die Verbandsgemeinde einen Antrag zum Sofortausstattungsprogramm des Bundes gestellt und eine Zusage über 16 901 Euro erhalten. Dieses Programm ermögliche sozial benachteiligten Schülern, Endgeräte für den Fernunterricht auszuleihen. Zusammen mit dem Nachtragshaushalt des Landes konnte die Verbandsgemeinde für diesen Zweck 42 Notebooks ordern.