Hauseigentümer an der Ahr Mit der Flutwelle kam nicht nur das Wasser ins Haus

Altenburg · Die Familie Schnitzler möchte ihr Mehrgenerationenhaus in Altenburg nach der Flut neu aufbauen. Das zeitraubende Prüfverfahren der Investitions- und Strukturbank Rheinland-Pfalz (ISB) zerrt jedoch an ihren Nerven. Warum geht es nicht voran?

 Birgitt und Manuel Schnitzler vor ihrem Haus in Altenburg, das bei der Flut schwer beschädigt wurde.

Birgitt und Manuel Schnitzler vor ihrem Haus in Altenburg, das bei der Flut schwer beschädigt wurde.

Foto: ahr-foto

Birgitt Schnitzler weint viel, immer wieder nimmt Sohn Manuel die 62-Jährige in den Arm. „Das hier sollte meine Alterssicherung sein“, sagt sie und lässt ihren Blick über das trostlose Mauerwerk ihrer Immobilie in Altenburg nahe Altenahr schweifen. Das Gebäude ist im Rohbauzustand, die Flutkatastrophe hatte das Mehrfamilienhaus der in Niederkassel (Rhein-Sieg-Kreis) lebenden Familie zerstört. Das vermietete Wohnobjekt war zwar versichert, jedoch überstieg der tatsächliche Schaden die von der Versicherung ausgezahlte Summe, berichtete Birgitt Schnitzler. Um einen kompletten Neuaufbau zu finanzieren, benötigte man die Hilfe der Investitions- und Strukturbank Rheinland-Pfalz (ISB). Deren Antragsprüfung nimmt jedoch viel Zeit in Anspruch. Zu viel Zeit, meint Familie Schnitzler.