Entscheidung gefallen Grundschule Dernau erhält einen Neubau

Dernau · Die Entscheidung für einen Neubau des Grundschule ist gefallen. Die Grundschule Dernau soll einen Neubau erhalten – damit steht der Bau aber noch lange nicht.

 Die Grundschule in Dernau, die Schüler sind längst ausgezogen. Jetzt geht beim Thema Neubau aber voran.

Die Grundschule in Dernau, die Schüler sind längst ausgezogen. Jetzt geht beim Thema Neubau aber voran.

Foto: ahr-foto

Lange zog sich die Angelegenheit durch die beteiligten Ämter. Im März hatte VG-Bürgermeister Dominik Gieler im Dernauer Gemeinderat ausgeführt, der Neubau der Dernauer Grundschule liege zur Prüfung bei der Struktur- und Genehmigungsdirektion (SGD) Nord. Jetzt führte Gieler im Rat der VG aus, die SGD habe einen Neubau genehmigt.

Damit besteht zwar Klarheit in diesem Punkt, aber die Schule steht noch lange nicht. Die Zusage ist aber der Startschuss für einen neuen Weg der Planungen durch Ämter und Institutionen.

Rückblick: Die Schüler sind längst ausgezogen, denn die Flutkatastrophe im Sommer 2021 hatte die Dernauer Grundschule unbrauchbar gemacht. Mittlerweile findet der Unterricht in Schul-Containern statt, die auf einem Plateau oberhalb von Marienthal aufgestellt worden sind. Der Schulstandort auf dem Plateau bei Marienthal ist nur eine Durchgangsstation. Lange plante die Verbandsgemeinde (VG) Altenahr, die zuständig ist für die Grundschulen in den Ortsgemeinden (außer für die Schule in Berg), wo die Jungen und Mädchen künftig unterrichtet werden könnten. Problem: Der alte Standort mitten im Dorf Dernau liegt teilweise innerhalb der Überschwemmungslinie HQ100.

Ehemalige Volksschule viel zu groß

Außerdem ist das Gebäude der ehemaligen Volksschule, in der ursprünglich alle Jahrgänge aus mehreren Dörfern unterrichtet wurden, viel zu groß für eine zweizügige Grundschule mit nur vier Jahrgängen. Außerdem hätten im Falle einer Sanierung Unter- und Erdgeschoss nicht mehr so genutzt werden können wie vor der Katastrophe. Und die gesamte Haustechnik hätte im Obergeschoss installiert werden müssen.

Planungen wurden angefertigt und diskutiert, Kosten berechnet. Das beauftragte Ingenieurbüro Berger nannte Zahlen: 14 Millionen für den Neubau, hochwassergerecht und mit reduziertem, der Grundschule angepasstem Raumangebot; 16 Millionen für die Sanierung des ohnehin schon in die Jahre gekommenen Altbaus. Wobei nicht klar war, ob alle Kosten von den zuständigen und mit der Prüfung befassten Stellen anerkannt würden. Der Bauausschuss der Verbandsgemeinde plädierte für einen Neubau. Lange zog sich die Angelegenheit durch die beteiligten Ämter. Jetzt gibt es neuen Schwung bei dem Thema.

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