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Bad Neuenahr-Ahrweiler: Zwei neue Brücken nach Flut wiederaufgebaut

Wiederaufbau nach der Flut : Zwei neue Brücken für Bad Neuenahr-Ahrweiler

Zwei neue Behelfsbrücken in Bachem und Heppingen sind fertig. Damit wurden im Stadtgebiet die letzten provisorischen Übergänge in Betrieb genommen.

Jeweils 39 Meter lang sind eine Maeby-Fußgängerbrücke, die Bachem und Ahrweiler künftig verbindet, und eine Maeby-Autobrücke zwischen Heimersheim in Heppingen. Beide wurden als letzte provisorische Ahrbrücken in Bad Neuenahr-Ahrweiler am Donnerstag ihrer Bestimmung übergeben. Für die Brücke in Heppingen sind die Zuwegungen über die Martinusstraße und die Heppinger Straße noch im Bau, unter anderem muss hier auch noch ein Bahnübergang errichtet werden, da ab 8. November die Züge zwischen Ahrweiler und Remagen verkehren sollen.

Brücken konnten dank großzügiger Spende installiert werden

Die Bachemer Brücke erfreut sich dagegen schon reger Nutzung durch Radler und Fußgänger. Die beiden Brücken, sowie eine kombinierte Auto- und Fußgängerbrücke in Liers, konnten vom Technischen Hilfswerk (THW) angeschafft werden, weil die Volks- und Raiffeisenbanken sowie die DZ-Bank-Gruppe dem THW eine Spende in Höhe von 1,26 Millionen Euro zukommen ließen. Unter anderem kaufte man davon die drei neuen Brücken, die in Großbritannien hergestellt und zollfrei importiert wurden, wie der Präsident der THW-Bundesvereinigung, Marian Wendt, betonte. Er dankte für die großzügige Spende. Derweil betonte THW-Präsident Präsident Gerd Friedsam die Wichtigkeit aller Einsatzbereiche des Hilfswerks, über deren Notwendigkeit in der Vergangenheit häufig diskutiert wurde.

Der Erste Beigeordnete des Kreises Ahrweiler, Horst Gies, nutzte die Übergaben, um dem THW generell, aber auch den anderen tausenden Helfern für ihren bisher geleisteten Einsatz an der Ahr zu danken. Peter Diewald, der Erste Beigeordnete der Stadt Bad Neuenahr-Ahrweiler, hob aus den Helfern Gunnar Kreidl hervor, der als Projektleiter des THW den Bau der meisten Behelfsbrücken im Ahrtal begleitete.

Kreidl machte klar, dass man bislang 680 Brückenmeter verbaut habe. Und dass man in Heppingen acht Meter tiefe Fundamente gebaut habe, sagte er ebenfalls nicht ohne Grund: „Denn die meisten Brücken im Ahrtal sind kollabiert, weil die Fundamente unterspült wurden.