„Fatales Signal“ Geheimhaltung von Abschlussbericht zu Flut-Ermittlungen weckt Misstrauen

Ahrtal · Die Staatsanwaltschaft Koblenz wird den Abschlussbericht zu ihren Ermittlungen im Zusammenhang mit der Flut im Ahrtal nicht veröffentlichen. Vor Ort sorgt die Nachricht für Unverständnis – bei Politikern und Bürgern.

In der Ahrweiler Altstadt steht am 15. Juli 2021 noch das Wasser.

In der Ahrweiler Altstadt steht am 15. Juli 2021 noch das Wasser.

Foto: Sven Westbrock

Die Koblenzer Staatsanwaltschaft wird den Abschlussbericht zu ihren mittlerweile eingestellten Ermittlungen gegen Ex-Ahr-Landrat Jürgen Pföhler (CDU) sowie Brand- und Katastrophenschutzinspekteur Michael Zimmermann nicht veröffentlichen. Die Strafprozessordnung und Gesetze des Strafgesetzbuchs stünden dem entgegen, so die Staatsanwaltschaft. Das berichtet die Deutsche Presse-Agentur unter Berufung auf einen Bericht von Landesjusitzminister Herbert Mertin (FDP) an den rheinland-pfälzischen Landtag. Eine Veröffentlichung könnte demnach Privatgeheimnisse, Dienstgeheimnisse und Geheimhaltungspflichten verletzen.